Leben ist wie Scherben essen

und sich wundern,

dass man Blut spuckt.

(Dirk Bernemann)

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Donnerstag, 27. Juli 2017

I just hide between the tears of a clown

Und da ist er wieder....der verdammte letzte Tag des Jahres.
Und wieder suchen mich Gedanken voller Zweifel, Resignation & Trauer heim.
Das Jahr war -wie seine Vorgänger- mit mehr Höhen als Tiefen ausgestattet. Und die Tiefen halten sich hartnäckiger.

Der Blick zurück tut wie immer weh.

Verloren das, was am wichtigsten war; das, was mir den Halt gab, den ich so nötig brauche; das, was meine Konstante war; das, was mich leben ließ.
Mit dabei:
Verlassen die, die mir am nächsten stehen; die, die mich zum Lachen bringen; die, mit denen ich Reden & Schweigen kann; die, mit denen alles einfach ist.

Ein verdammt gemeines Jahr. Zu viele Entscheidungen, zu viel vom "Es-geht-nicht-mehr"-Gefühl, zu viele ungewollte Veränderungen.
Nicht zuletzt ich selbst. Ich erkenne mich kaum wieder. 

Jetzt, wo das Jahr sein Ende nimmt, frage ich mich wofür.
Und ich stelle die Frage, wie lange das noch so gehen soll.

(2012)

Sometimes silence speaks louder than words

Es ist so ein beschissenes Gefühl, sich ständig erklären zu müssen. Es macht mich krank. Mein Kopf reagiert mit Abscheu. 
Es ist so sinnlos, etwas erklären zu müssen, was der andere ohnehin nicht verstehen wird.

Ich werde an der Sinnlosigkeit des Lebens noch ersticken.

Manchmal habe ich keine Lust mehr. Erklärungen wozu denn. 
Ich kann nicht erklären, wie ich bin. Ich will es auch nicht. 

(2012)

Ansprüche wachsen aus Erfahrungen

Und da ist es wieder. Dieses Gefühl von Nichts. Dieses Nicht-Gefühl.
Bis zu einem bestimmten Punkt & keinen Schritt weiter. Vorsichtig, wie ein Beutetier auf der Flucht vor seinem Jäger.

Vertrauen ist ein Wort, das nicht annähernd beschreibt, worum es geht.
Ich vertraue - bis zu diesem gewissen Punkt.

Das volle Vertrauen mit all seinen Konsequenzen kann man nur geben, wenn man keine Verletzungen fürchtet.
Das entweder, weil man sich selbst gegenüber gleichgültig ist oder naiv. Oder weil der Mensch vor einem so ist wie man selbst.

Da das alles auf mich nicht zutrifft & auch nicht auf die Situation, ist es schwierig, zu erkennen, wo die Grenzen verlaufen, wo Kompromisse möglich wären. 

(2012)

Wir leb(t)en eine seltsame Illusion

Was haben wir nicht gekämpft.
Für den inneren Seelenfrieden.
Für das Ausbleiben der Angst.
Für das Wegfallen der Leere, die in uns allgegenwärtig war & uns dazu brachte, die Zukunft nur hinter einem Grauschleier zu sehen.
Zukunft, du elendige Grauzone.

Wir sind es unterschiedlich angegangen. Gemeinsam war uns nur das Eine: Wir sind immer zu weit gegangen - in die eine, wie in die andere Richtung. Vollumfänglich ins Verderben.

Und immer mal wieder schien es, als wäre der nächste gleichzeitig auch der letzte Schritt.
>Der unerlässlich letzte Schritt, bleibst du stehen oder kommst du mit?<

Wir sind gegen Mauern gerannt, haben gegen Windmühlen gekämpft und dem Wahnsinn die Tür geöffnet. In den Atempausen haben wir uns so verzweifelt aneinandergeklammert, als könnten wir uns gegenseitig retten, so als wäre da noch etwas zu retten.
Doch retten niemals. Nicht mal beschützen.

Wir haben uns nahezu selbst zerstört. Jeder hat eine andere Art, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen:
Drogen, Exzess, Kunst, übertriebene Lebendigkeit, selbstzerstörerischer Wahn, unnachgiebiges Denken...
Und ich? Hab immer wieder mal in jeglicher Hinsicht übertrieben: zu viel Arbeit, zu viel Stress, dann aber auch zu wenig von beidem, zu viel Genuss, zu viel Feiern, zu viel Leben, dann aber wieder zu viel Pause.

Wir konnten ja gar nicht klarkommen.
Zu wenig Glaube an das Gute, zu wenig Hoffnung, zu viel Grau.
Zu realistisch-pessimistisch.
Zu aggressiv.
Zu überwältigt vom Leben.

Doch gerade sitze ich nur da, lächel und erinnere mich daran zurück.
Gerade bin ich glücklich.
Weil er es ist.
Weil ich es bin.

(2012)

Näher

Ich bin....
...dem Hass näher als der Liebe
...dem Zweifel näher als dem Glauben
...der Lüge näher als der Wahrheit
...der Verzweiflung näher als der Hoffnung
...dem Misstrauen näher als dem Vertrauen
...dem Wahnsinn näher als der Klarheit

(2012)

Find what you love & let it kill you

Es gibt einfach Tage, da läuft es nicht so.
Und dann gibt es Sätze, Worte und Songs, die mich zum Weinen bringen.
Und dann gibt es Vodka, der mich immer wieder zum gleichen Punkt führt.

Und ja, alles war gut, aber ist es nicht mehr. Glück ist halt immer nur Kurzzeitgast. Einfach so....zack....alles in Scherben.
Flüchtlinge vorm Leben - am Rande der Paranoia.
Mal wieder.

Im Nachhinein überlegt man sich so viel, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen, nicht mal den einen Monat, den ich dazu benötigen würde.

Und weil alles am Ende immer zu nem Haufen Dreck wird, geht's mir jetzt ebenso.
"More than words" in Endlosschleife, weil es mich an etwas erinnert, was hätte passieren können.
Und ja, ich weiß, dass ich stärker bin als all das.... Doch wozu?

(2012)

Ain't I've seen you before? I think I remember those eyes...

Es ist beruhigend, etwas zu finden, was alles erträglicher macht. Beunruhigend nur die Angst vor Gefühlen, die Panik davor.

>Philophobia:
  Fear of emotional attachment.
  Fear of being or falling in love.<

Und es klingt so schön, und es klingt so glücklich, und es klingt so einfach - bei anderen Menschen. Doch das Donnergrollen in mir wird nie verschwinden.
Traue ich mir das zu? Traue ich mir selbst?

Es gibt diese eine Sache, die ich nie richtig gelernt hab und die mir schreckliche Angst macht. Etwas, womit ich nicht umgehen kann. Gefühle. 

(2012)

Da, wo du herkommst, da warst du gerne....

....Da, wo du hinfährst, ist alles leer.

Und es füllt sich nicht mit Leben. Ist es noch mein Leben?

Die Tage sind laut, unnachgiebig, unschön und unfair.
Die Nächte sind momentan Alles.

Das alles ist so gespalten, so unterschiedlich, dass ich nicht mehr mitkomme.
Und ich höre dich sagen: "Mach es einfach. Leb es einfach."
Doch einfach?!? Not really.
Wie kann ich richtig leben, wenn nur die Nächte einen Sinn und Zweck erfüllen, gleichzeitig aber auch voll sind mit Gedanken an die Abgründe der Tage?

(2012)

...zwischen Chaos & Neuanfang...irgendwo da...

Nur wenige Stunden bis zur Abfahrt nach Kassel. Noch ist alles chaotisch, sowohl das Gepäck, als auch die Gedanken.

Mir ist übel. Ich will das nicht. Will nicht zurücklassen, was war & was hätte sein können.

Zu viele offene Möglichkeiten, die ich zurücklasse.

Zu viel Leben, das ich zurücklasse.

(2012)

Don't be a Maybe

Ich will schlafen. Sehr sehr lange. Und ich will erst wieder aufwachen, wenn alles klar & wieder gut ist.

Denn gerade ist es ja so, dass mich das alles nur verwirrt, meinen Kopf fickt & kaputt macht. So viele Gedanken, die wirre Runden durch mein Hirn drehen & immer in der Vergangenheit enden.
Und ich begreife es nicht. 
Vielleicht, weil ich die Ausweglosigkeit, die das alles mit sich bringt, auch gar nicht begreifen will. 

An einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, aber nicht weit genug entfernt von Hier & Jetzt:
Der Versuch zu entkommen, klar zu kommen.
Ich sah mich scheitern, mit Ansage.
Heute wie damals.
Sinnfreier Versuch.

Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich nie ankommen wollte. 
Zu viele Fragen & Ängste.

(2012)

What you see depends on what you're looking for

Just fuck it.
Wie kaputt muss man sein, damit einen ein Arbeitsvertrag zum Heulen bringt?

Ich will das alles nicht.

Das alles schien so weit weg.
Aber in absehbarer Zukunft wird das alles nah sein,
aber mein Leben weit weg.

I need you like I never did before...

(2012)

Aller Anfang beginnt Ende März

Es geht zum Endspurt.
Nun heißt es, die letzte Zeit, die uns bleibt, auszukosten.
Das kleine bisschen Zeit.
Der letzte Rest einer Ewigkeit.

Ich sehe die Zukunft.
Und sie ist grau.
Dunkelgrau.

(2012)

Das Land in meinem Kopf ist im Dauerkriegszustand

Kraftlos. Zu viele Gedanken im Kopf. 
Der Job war mein Lebensinhalt.
Das, wofür ich morgens aufstand.
Das, woran ich glaubte.
Das, was ich mit Bedeutung füllte.
Nun vielleicht bald nicht mehr.

Aber was anderes kann ich nicht.

Schock war da nicht, nur der Wut, die Angst & die Trauer. Und die riesengroße Frage nach dem Was nun.

Und dann das Gefühl, das wichtigste zu verlieren. Es gleitet dir aus den Händen & du kannst es nicht halten.
Du kannst nichts dagegen tun.
Du bist machtlos.

Ohnmachtsgefühl & Hasstiraden.

(2012)

Bring Vodka mit. Wir müssen über Liebe reden.

Mal wieder eine dieser Nächte...
Wir sitzen da & diskutieren die Ausweglosigkeit. 

Wenn ich mich selbst retten will, muss ich loslassen. Und das auf die Gefahr hin, zu verlieren, was mir gerade alles gibt.

Diese Gedanken sind wie alles, was uns antreibt: irgendwie überlebensgroß.
Wir können es nicht greifen, nicht erklären, nicht verstehen. 

Und wer hätte jemals gedacht, dass es so kommen würde?
Mittlerweile sitzen wir da & führen lächerliche Diskussionen über die Liebe, die für mich nicht existent & für ihn vergangen ist.

Wir beide & die Frage nach dem Wie.
"Aber irgendwie muss es doch weitergehen...", höre ich mich sagen & weiß im selben Moment, dass es irgendwie weitergehen wird, weil wir nichts dagegen tun können.

(2012)

Manchmal vergesse ich, dass ich vergessen muss

Ich versuche, Vergleiche zu finden, Situationen, in denen es ähnlich war. Doch es scheint, als gäbe es die nicht. 

Ich versuche, mich weniger verloren & kaputt zu fühlen. Doch in mir ist nichts, was mich hält. 

Dabei weiß mein Kopf doch Bescheid.
Mein Körper rebelliert, der Blick brennt. Mein Kopf will alles vergessen....doch irgendetwas kämpft gegen das Vergessen.
Und es kämpft so verdammt gut.
Zu gut?

(2012)

Hallo, hier spricht dein Leben....du hast keine Ahnung, was du da tust, oder?!

Night of too much thoughts.
Sleepless.
3 Stunden. Dann Ende.
Bester Start für das Jahr.

Und irgendwo in der Weite meiner Gedankenwelt bin ich stehen geblieben. Kann nicht weiter.

Jemand, der dich zum Lachen bringt, wenn du nicht mal Lächeln willst. 
Aber warum?

Ja. Weil wir beide so verdammt zerbrochen sind.

Und er sagt: "Die verrücktesten Menschen sind immer auch die mit den tiefsten Wunden, die schönsten Menschen sind mit Narben überseht, gebrochene Herzen heilen nicht. Doch vorwärts immer, rückwärts nimmer."

Doch wie weitermachen, wenn es eigentlich keinen Grund gibt? Auch wenn es sich richtig anfühlt. 
Ich glaube, ich kann erst weitermachen, wenn ich akzeptiert hab, erst dann. Bis dahin liegt alles im Nebel. Keine klaren Gedanken, nur Schmerz im Kopf & Steine auf der Seele.

(2012)