Manchmal wache ich morgens auf und weiß schon, dass ich nicht genug Zeit habe, um all die verrückten Gedanken, die ich im Kopf habe, auszuführen oder auch nur zu Ende zu denken. Und dabei geht es nicht um Männer, Job, Freunde oder sonst irgendwas. Es geht um mich.
Und an solchen Tagen begegnen einem Leute, bei denen man sich fragt, ob sie es irgendwo gelernt haben, sich über so langweiliges Zeug zu unterhalten, dass man sich wünscht, man wäre im Bett liegen geblieben. Da ist es also wieder: Das Ungleichgewicht. Diesmal nicht zwischen zwei Empfindungen, sondern zwischen zwei Leben.
Von den meisten Menschen möchte ich nichts wissen. Da ist es mir mehr als genug, zu wissen, dass sie existieren. Und auch das ist oft zu viel.
An solchen Tagen, an denen mir morgens schon bewusst ist, dass der Tag nicht genug Minuten hat, um im Kopf aufzuräumen, machen mich solche Leute fertig. Es macht mich aggressiv.
Ich möchte einfach nur allein sein mit den Gedanken, die ich ordnen muss. Alles andere betrachte ich als Ablenkung davon. Ablenkung macht mich wütend.
Sicher, es gibt auch Ablenkungen, die ich mag, liebe oder herbeisehne. Das aber dann von den Menschen, die alles dürfen. Also die absolute Ausnahmen.
Heute ist so ein Tag.
Ich weiß nicht genau, was ich im Kopf sortieren muss. Ich weiß nur, dass es im Kopf zu chaotisch ist.
(2016)
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