Leben ist wie Scherben essen

und sich wundern,

dass man Blut spuckt.

(Dirk Bernemann)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Jemanden nicht zu kennen, ist kein Grund, ihn nicht zu hassen

Vorurteile und Schubladendenken sind toll. Es ist so einfach. So selektiert man die Menschheit und übrig bleibt die Elite.
Das Leben ist zu kurz, um alle erst kennenzulernen und dann auszusortieren, mit Vorurteilen und Schubladendenken geht es einfach schneller.

Man muss sich nicht die Mühe machen, jemanden kennenzulernen, obwohl man auf den ersten Blick, das erste Wort oder den ersten Gedanken schon weiß, dass man diese Person nicht in seiner Nähe haben will, weil man sie ganz einfach nicht ertragen kann.
Wozu es dann noch versuchen? Um den Eindruck bestätigt zu bekommen?! Sorry, aber das geht wirklich zu weit.

Es geht doch viel einfacher:
Keine lästigen, nervtötenden Gespräche, bei denen man vor Langeweile Hirnzellen sterben fühlt;
keine hirnlosen Wortfetzen, die mit schriller Stimme oder fiesem Dialekt das Trommelfell erschüttern;
kein nervenaufreibendes Betrachten eines Gesichts, bei dem man in leichte Panik verfällt, weil das Gegenüber an Freddy Krüger erinnert;
kein krampfhaftes An-sich-halten, weil man am liebsten die Faust mit der Hackfresse bekannt machen würde, es aber nicht darf;
keine Halsschmerzen und Magenkrämpfe vom Runterschlucken der bösen Kommentare, die die Speiseröhre angreifen und die Magenschleimhäute verätzen.

Kurz und gut:
Man ist ein glücklicherer Mensch. Es erleichtert das Leben und hilft, ein besserer Mensch zu sein - gegenüber denen, die es verdienen.

(2010)

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