Irgendwo und irgendwann ist mal ein Überschuss an Bildern in unseren Köpfen entstanden und jetzt sind wir nicht mal mehr in der Lage, das Gesicht des anderen zu beschreiben, wenn er weg ist. Wir können uns nur an das gute Gefühl erinnern, das es in uns weckt.
Und sowieso: Eigentlich interessiert es uns nicht sonderlich. Es ist wichtiger, unseren eigenen Gedanken Bilder zu geben. Die Realität langweilt uns, also leben wir mit der Phantasie.
Wir können zwar nicht sagen, wie diese Kirche aussieht, aber wir können in schillernden Einzelheiten beschreiben, wie sie in Flammen aufgeht und einstürzt.
"Versuch das mal jemandem zu erklären...", sagt er. Ja, denn das könnte man nicht. Es sind kranke, absurde Gedanken, aber doch eigentlich nicht weit entfernt von der Realität. Weil: Irgendwo wird bestimmt gerade jemand damit beschäftigt sein, eine Kirche in die Luft zu sprengen. Wir leben nämlich in so einer Welt.
"Versuch das mal jemandem zu erklären...", sagt er. Ja, denn das könnte man nicht. Es sind kranke, absurde Gedanken, aber doch eigentlich nicht weit entfernt von der Realität. Weil: Irgendwo wird bestimmt gerade jemand damit beschäftigt sein, eine Kirche in die Luft zu sprengen. Wir leben nämlich in so einer Welt.
Das Reizvolle ist nicht die tatsächliche Umsetzung, sondern die Vorstellung. An die Vorstellung reicht die Realität nämlich meistens nicht ran.
Und so fliehen wir, weil wir zu zerbrochen sind zum Kämpfen. Und lassen dabei ein bisschen hinter uns, zwar nicht weit genug, aber immerhin.
Wäre es nicht wunderbar, morgen aufzuwachen und all den Irrsinnskram, den wir mal gelernt haben, vergessen zu haben? Den ganzen Seelenschrott, die ganzen Menschen, die ganzen bösen Erinnerungen - allet weg, allet jut?!
Das Kopfgefickt-Gefühl würde verschwinden & Platz schaffen für wichtige Dinge.
(2009)
(2009)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen