Wann werde ich endlich die Erleichterung spüren, das befreiende Gefühl, noch mal davon gekommen zu sein?
Denn man findet den Weg nicht mehr und man erträgt den Schmerz nicht. Es ist falsch, zu leiden; der Schmerz nimmt einem die Luft zum Atmen.
Und letztendlich wollte man es doch so.
Man lebt in einem Vakuum, zwischen zwei Leben; das alte soeben beendet, das neue noch nicht in Sicht.
Also wartet man.
Beim Warten hat man viel -zu viel- Zeit zum Nachdenken und natürlich haben die Gedanken nur ein Ziel und je länger es dauert, desto sicherer ist man, die falsche Entscheidung getroffen zu haben - oder eben die richtige, aber zur falschen Zeit.
Doch:
Doch:
In dieser Zeit, der Vakuum-Zeit, ist nichts real, das alles ist nur Illusion hervorgerufen durch den (freiwilligen) Verzicht.
Und du leidest.
Deine Gedanken gaukeln dir vor, dass alles gut wird, wenn du nur zurückgehst, nur einen Schritt - sie kennen halt nur ein Ziel und haben keine Ahnung von der Angst, die dich in der Enge packt und in Einzelteile zerlegt. Sie kennen nicht die Panik, die dich befällt, wenn du deine Freiheit schwinden spürst. Für sie sind das Nichtigkeiten, die sie erfolgreich verdrängt haben.
Du hingegen weißt genau: DerSchmerz fällt dir leichter, als die Enge, und du weißt genau, dass deine Träume groß genug sind, die Zweifel zu beseitigen. Dennoch liegst du am Boden, zerschmettert und traurig. Warum?
Du glaubst, im Moment gibt es nur einen Menschen, der dir dies beantworten kann, mit seiner sanften Stimme und den traumblauen Augen, und bis gestern hätte er es mit Freuden getan. Doch schon heute hat er sich so weit von dir entfernt, dass er deinen Hilferuf nicht mehr hören kann.
Distanz ist Medizin für die einen und gleichzeitig Gift für die anderen.
(2009)
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