Leben ist wie Scherben essen

und sich wundern,

dass man Blut spuckt.

(Dirk Bernemann)

Donnerstag, 27. Juli 2017

Forget love... I'd rather fall in chocolate

Vielleicht ist es manchmal einfach nötig, einen Schlußstrich zu ziehen, bevor es überhaupt richtig anfangen kann. Vielleicht ist es manchmal besser, sich erst gar nicht auf eine Sache einzulassen, wenn man von Anfang an weiß, dass es nicht gut enden wird.

Und es tut mir nicht mal leid. Eigentlich fühle ich gar nichts bei dem Gedanken daran, ihn nie wieder zu sehen. Eigentlich sollte ich aber doch wohl etwas empfinden? Ein kleines bisschen? Nur etwas? Ich sollte nicht so damit umspringen können. Irgendwann einmal werde ich damit wahrscheinlich Gefühle verletzen, ein Herz brechen, das nicht mein Eigenes ist.
Aber interessiert mich das wirklich? Ist das etwas, worüber ich mir ernsthaft Gedanken machen möchte? Nicht wirklich. Nein.

Ich bin einfach kein Gut-Mensch. Ich kann mir nicht helfen, aber ich bin so widersprüchlich, dass ich mich manchmal selbst nicht so ganz begreife.
Einerseits tut es mir leid, andererseits ist es mir richtig egal. Und die negative Seite gewinnt immer, d.h. es ist mir egal. Warum auch nicht.
An einem Tag möchte ich nur endlich daran glauben können, am nächsten Tag sage ich mir "Fuck it" und vergesse meinen Wunsch. Der nächste Tag ist meistens der, an dem das daran-glauben in greifbare Nähe gerückt ist, so dass ich die Chance nur noch ergreifen müsste, aber...Nein. Wirklich.

Eigentlich ist es unfassbar, was daraus geworden ist. Aus all den kleinen, kalkulierten Spielchen scheint irgendwie mit der Zeit Ernst geworden zu sein. Doch das kann ich nicht. Ich kann nur die Spielchen, ich beherrsche nichts anderes als das.

(2011)

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