Noch langweile ich mich nicht, nur der Gedanke an 3-Wochen-weiter, der langweilt mich.
Dann ist das alles nicht mehr neu.
Und irgendwann, gefühlte 3 Jahre später, finde ich mich hier wieder.
"Hast du dir mal überlegt", so beginnt er viele Gespräche, "wie es wäre, plötzlich irgendwo anders aufzuwachen, als da, wo du eingeschlafen bist?" Er bringt mich dazu, über Dinge nachzudenken, die ich eigentlich nicht in meinem Gehirn haben will, also sage ich scherzhaft: "Solange ein starker Mann neben mir liegt, der mich retten kann, ist es egal..." Aber er kennt mich eben doch ganz gut: "Als ob! So viel Vertrauen hast du in niemanden!" Und er hat ja Recht, verdammt. Aber die meisten Frauen würden sich sicher fühlen, wenn ein starker Mann neben ihnen liegen würde, oder nicht?! Nur eben ich nicht. Ich liebe Männer, aber ich brauche keinen, um mich zu beschützen. Das mach ich schon ganz allein, bin ja schon groß. "Du hast früh begriffen, dass niemand dich halten kann und dass niemand in der Lage ist, dich zu retten. So wie ich."
Ja verdammt, so ist es. Niemand könnte mich halten. Nicht mal das aktuelle Liebchen mit den traumblauen Augen und diesem Kreuz aus Eisen. Das zu hoffen wäre Selbstbetrug. Ich weiß das. Er weiß das. Nur das aktuelle Liebchen, der weiß das nicht. Ich muss es ihm mal erklären - bei Gelegenheit.
(2009)
(2009)
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