Leben ist wie Scherben essen

und sich wundern,

dass man Blut spuckt.

(Dirk Bernemann)

Freitag, 28. Juli 2017

2017, das ist mein Mittelfinger; Mittelfinger, das ist 2017

Und plötzlich ist es 2017 & du hast es gar nicht richtig begriffen. Du bist dir noch gar nicht bewusst, dass das tragische-tolle-nervige-lustige-kack-Jahr zu Ende ist. Zum Glück.

Du konzentrierst dich nur auf den Weg, der vor dir liegt. 
Du feierst dein Zurückkehren in alte Muster. 
Du bist erleichtert. 

Aber du feierst noch immer dieselben Helden.

🎶I''m not afraid to take a stand
Everybody come take my hand
We'll walk this road together, through the storm
Whatever weather, cold or warm
Just let you know that, you're not alone
Holla if you feel like you've been down the same road

Yeah, it's been a ride...
I guess I had to go to that place to get to this one
Now some of you might still be in that place
If you're trying to get out, just follow me
I'll get you there

You can try and read my lyrics off of this paper before I lay 'em
But you won't take the sting out these words before I say 'em
'Cause ain't no way I'ma let you stop me from causing mayhem
When I say 'em or do something I do it, I don't give a damn
What you think, I'm doing this for me, so fuck the world
Feed it beans, it's gassed up, if it thinks it's stopping me
I'mma be what I set out to be, without a doubt undoubtedly
And all those who look down on me I'm tearing down your balcony
No if, ands or buts, don't try to ask him why or how can he
From Infinite to the last Relapse album he's still shittin' and
Whether he's on salary, paid hourly
Until he bows out or he shit's his bowels out of him
Whichever comes first, for better or worse
He's married to the game, like a fuck you for Christmas
His gift is a curse, forget the earth he's got the urge
To pull his dick from the dirt and fuck the whole universe

>Chorus<

Ok, quit playin' with the scissors and shit, and cut the crap
I shouldn't have to rhyme this words in the rhyme for you to know it's a rap
You said you was king, you lied through your teeth
For that fuck your feelings, instead of getting crowned you're getting crapped
And to the fans: I'll never let you down again, I'm back
I promise to never go back on that promise, in fact
Let's be honest, that last Relapse CD was "ehhh"
Perhaps I ran them accents into the ground
Relax, I ain't going back to that now
All I'm try'na say is get back, click-clack BLAOW
'Cause I ain't playing around
There's a game called circle and I don't know how
I'm way too up to back down
But I think I'm still try'na figure this crap out
Thought I had it mapped out but I guess I didn't
This fucking black clouds still follows me around
But it's time to exercise these demons
These motherfuckers are doing jumping jacks now

>Chorus<

And I just can't keep living this way
So starting today, I'm breaking out of this cage
I'm standing up, I'mma face my demons
I'm manning up, I'mma hold my ground
I've had enough, now I'm so fed up
Time to put my life back together right now

It was my decision to get clean, I did it for me
Admittedly I probably did it subliminally for you
So I could come back a brand new me, you helped see me through
And don't even realise what you did, believe me you
I been through the ringer, but they can do little to the middle finger
I think I got a tear in my eye, I feel like the king of
My world, haters can make like bees with no stingers, and drop dead
No more beef fingers, no more drama from now on, I promise
To focus solely on handling my responsibilities as a father
So I solemnly swear to always treat this roof like my daughters and raise it
You couldn't lift a single shingle on it
'Cause the way I feel, I'm strong enough to go to the club
Or the corner pub and lift the whole liquor counter up
'Cause I'm raising the bar, I shoot for the moon
But I'm too busy gazing at stars, I feel amazing, and...🎶

-Eminem / Not afraid

(2017)

Donnerstag, 27. Juli 2017

Merry crisis

Ein weiteres Jahr zu Ende.
Die wohl größte Krise des Lebens liegt hinter mir. Nun nach vorne blicken. 
Neustart wagen.
Leben wieder feiern.
Endlich wieder ich sein.

"Nehmt uns die Geschichte
und uns gefangen.
Nehmt uns unser Schicksal
und unsere Helden.
So bekamen wir, wonach wir fragten,
aber nie das, was wir wollten.
Aber wir wollten ja auch nicht siegen,
nur kämpfen."
(Dirk Bernemann)

(2016)

Glückl.ich.

Heute ist mir klar geworden, dass ich auch einigen schlechten Dingen & Erfahrungen, die ich nie machen wollte, dankbar sein muss. Die Lebenswege scheinen manchmal unergründlich, doch ohne einige einschneidende & verhasste Änderungen in meinem (Arbeits)Leben wäre es heute nicht so wie es ist. 

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich davon ausgegangen bin, dass ich für immer bei Firma 1 arbeiten würde. Dort war meine Familie, dort war mein Zuhause, dort war mein Leben. Sicher, dort waren auch einige nervtötende Gestalten, Stress & Phasen/ein Chef, wo ich alles hinschmeißen wollte. Aber immer war da auch Sicherheit, Freundschaft & Freiheit, Lachen, Spaß & Party. Ich habe dort lange & viel gearbeitet, einmal 3 Tage am Stück. Aber ich hab es gern getan & ich würde es wieder tun. Es gab damals auch nichts wichtigeres als das, nur die Arbeit. Immer die Arbeit. Ich hatte einen konkreten Plan mit verschiedenen Variablen. Aber immer bei Firma 1. 
Als diese Pläne zerschmettert wurden, war da erstmal nur Schock. Einfach nur Schock. 
Dann viele Angebote. Ausgeschlagen. Ich wollte den einen Kunden behalten. Den einen Kunden, bei dem all die Menschen saßen, mit denen ich fast 8 Jahre lang täglich telefoniert hatte, mal lustig, mal traurig, mal wütend, aber immer perfekt zueinander passend. 

Der Arbeitsvertrag von Firma 2 brachte mich dennoch zum Weinen. Ich wusste zwar, dass ich meinen Kunden behalten würde, aber ich musste den anderen Teil meines Lebens zurücklassen. Das machte mir Angst. 
Firma 2 brachte mich dann noch des Öfteren zum Weinen - aus Wut. Und da verstand ich, was Menschen meinen, wenn sie sagen, sie hassen ihre Arbeit. 
Noch bevor ein Jahr vergangen war, musste ich da raus. Es ging nicht mehr. Ich musste meinen Kunden zurücklassen, um mich selbst zu retten. 

Firma 3 war neues Terrain mit altem Chef. Mit netten Kollegen & immer Spaß. Im Winter war es kalt, im Sommer war es warm, gelacht wurde immer. 
Dann wieder eine Entscheidung. Gegen das Weiterkommen. Gegen Düsseldorf. 
Eine weitere Entscheidung. Gegen Spanien. Und damit gegen den Job. 

Dann knapp einen Monat Pause. Die ich nur überstand, weil ich mir dachte "Immer noch besser als bei Firma 2 zu sitzen" & "Nach spätestens 3 Monaten Rückreise Richtung Heimat." 

Es ging dann doch schneller als gedacht, nicht nach Hause, sondern dem Kunden ein wenig näher. Und nur wegen dem Kunden überhaupt kam es infrage. 
Es ist chaotisch. Und stellenweise bringt mich die Wut zum Kochen. Kasperköppe treiben mich in den Wahnsinn. Und ich wurde noch nie so regelmäßig angebaggert, wie in Firma 4 & ich hasse sowas. 
Dafür aber auch ein paar tolle Kollegen, Kollegen, die mich an meine Kollegen aus Firma 1 erinnern, die sich kümmern, die toll sind, die da sind, die einfach nicht zu ersetzen sind. 

Das alles & noch viel mehr hatte ich aber ja bereits bei Firma 1. Wären all diese schlechten Dinge nicht geschehen, säße ich noch bei Firma 1, zwar anderer Standort, aber immer noch da. 
Wofür also muss ich so dankbar sein? Was ist all diese Scheiss Zeiten, diese hirnfickenden Gedanken, diese Qualen wert? 
Die Antwort erstaunt mich selbst wohl am meisten...

(2016)

An den einen Unbekannten

 Kleinerdrei für dein Aussehen. Das mal vorweg, um nicht die falsche Richtung einzuschlagen. 
Vodkagetränkte Gedanken sind vielleicht nicht der beste Ausgangspunkt, aber wo man durch muss muss man durch. Wenigstens bin ich sehr ehrlich, wenn ich getrunken hab. Abgesehen vom Gedankenkarrussel, das mich mit Sicherheit gleich abdriften lässt. 

Eins muss klar sein: 
In erster Linie geht es ums Aussehen. Denn wenn das nicht passt, interessiert mich der Rest nicht. (Ja, ich bin oberflächlich. Aber hat mir nie geschadet)
Ich bin fasziniert von deinem Aussehen & vollkommen geschockt von deinen blauen/grünen Augen. Ich fürchte mich vor der Tiefe deiner Augen, weil ich Angst hab, darin zu versinken & weil du damit Dinge erkennst, die ich vor fast allen verberge.
Völlig überwältigt bin ich von deiner Stimme, mit der du, egal was du sagst, ficken kannst & bei deiner Telefonstimme rutsch ich im Stuhl runter, vergesse alles & zweifle an meinem Verstand. Du sprichst schön (deutsch oder englisch, niemals ossisch, bayrisch oder sonst nen kack Dialekt, bissl hamburgern oder berlinern ist absolut ok). 
Du bist ein bisschen arrogant, weil du es dir leisten kannst. "Baby, ein Mann ist ein Mann, wenn er arrogant & zugleich charmant ist"

Ich verliebe mich in Kleinigkeiten:
Die Art, wie du "Heeee" sagst; die Worte die du wählst; die Gedanken, die du hast; den Gesichtsausdruck, den du hast, wenn du hasst; das Funkeln in deinen Augen, wenn du dich freust; und die Tatsache, dass du all das nicht nötig hast. 
Detailverliebtheiten im Sekundentakt. Ich verliebe mich tausendmal am Tag. Aber niemals auf Dauer. 

Ich stehe auf deine Intelligenz, auf deinen Sarkasmus & deine Ironie. Die Art, wie du es stundenlang durchhältst, das "Bis-einer-heult"-Spiel mit mir durchzuziehen, lässt mich schockvaliebt zurück. 
Wenn ich Welthass hab, nen schlechten Tag oder einfach nur an der Arbeit bin, dann bringst du mich zum Lachen. Immer. Egal wie. 
Ich schaff es nicht, dich zu hassen. Weil du es nie so weit kommen lässt, weil du einer der wenigen bist, die es abschätzen können, die mich einschätzen können.
Du feierst mit mir meine Helden & verachtest meine Feindbilder. 
Bei all den hirnlosen Aktionen bist du entweder mit dabei oder baust mich hinterher wieder auf. Du lässt nie zu, dass ich an mir zweifel. 
Jedesmal, wenn ich dich sehe, bricht etwas in mir zusammen, weil du viel schöner bist, als es jemandem erlaubt sein sollte. 

Beim ersten Kuss hast du die Stäbchenepisode übertroffen. Oder vielleicht hab sogar ich dich zuerst geküsst. Jedenfalls war es eine epische, einmalige, verdammt tollste Aktion. Und natürlich küsst du mindestens so gut wie die besten Küsse meiner Episoden. Die Messlatte liegt hoch. Gerade beim Küssen, aber auch beim Sex. 

Good Luck. 
Denn all das oben genannte hab ich schon erlebt, allerdings nie in einer Person vereint. Außer die Augen, die waren bei allen Episoden traumhaft. 
Du bist mein Traummann, also verhalte dich auch dementsprechend. 
Du bist derjenige welcher, also wirst du das schon rocken. 

Küsschen! 

(2016)

It's just me, myself & I....

🎧 I don't need a hand to hold,
Even when the night is cold
I've got that fire in my Soul
I don't need anything 
To get me through the night 
Except the beat that's in my heart 
Yeah, it's keeping me alive. 🎧
(G-Eazy) 


Anfangs hat man Angst. 
Angst, dass man es alleine nicht schafft.
Angst, dass man zu sehr daran gewöhnt ist.
Angst, dass man sich dann vielleicht noch zerbrochener fühlt.
Angst, dass es nichts ändert. 

Es mag Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern, bis man endgültig den Punkt erreicht. 
Und vielleicht warst du gerade sogar eigentlich ganz ok mit der Situation, oder vielleicht auch nicht. Es ist aber wirklich immer so, dass du den Anfang vom Ende miterlebst, dass du diesen Punkt erreichst. Wie Alfie es sagte "der Oh-Oh-Moment"
Und dann gibt es kein Zurück mehr. 
Du machst dir wahrscheinlich noch einige Gedanken. Wägst das Für & Wider ab, sträubst dich noch dagegen, schiebst es auf. 

Aber dann ist es endgültig vorbei. Und du weißt es. 

Im Rückblick war es immer die richtige Entscheidung. Kein Bereuen. Niemals. 

Nun bin ich allein. Aber nicht mehr annähernd so einsam & kaputt, wie ich mich lange Zeit fühlte. 
Denn nun bin ich frei. 
Ich hole mir Stück für Stück mein Leben zurück. 
Und es gibt einfach nichts, was dieses Gefühl übertrumpfen kann. <3

(2016)

Bitte nicht ansprechen. Hab verquere Gedanken im Kopp.

Manchmal wache ich morgens auf und weiß schon, dass ich nicht genug Zeit habe, um all die verrückten Gedanken, die ich im Kopf habe, auszuführen oder auch nur zu Ende zu denken. Und dabei geht es nicht um Männer, Job, Freunde oder sonst irgendwas. Es geht um mich.

Und an solchen Tagen begegnen einem Leute, bei denen man sich fragt, ob sie es irgendwo gelernt haben, sich über so langweiliges Zeug zu unterhalten, dass man sich wünscht, man wäre im Bett liegen geblieben. Da ist es also wieder: Das Ungleichgewicht. Diesmal nicht zwischen zwei Empfindungen, sondern zwischen zwei Leben. 
Von den meisten Menschen möchte ich nichts wissen. Da ist es mir mehr als genug, zu wissen, dass sie existieren. Und auch das ist oft zu viel. 

An solchen Tagen, an denen mir morgens schon bewusst ist, dass der Tag nicht genug Minuten hat, um im Kopf aufzuräumen, machen mich solche Leute fertig. Es macht mich aggressiv. 
Ich möchte einfach nur allein sein mit den Gedanken, die ich ordnen muss. Alles andere betrachte ich als Ablenkung davon. Ablenkung macht mich wütend. 
Sicher, es gibt auch Ablenkungen, die ich mag, liebe oder herbeisehne. Das aber dann von den Menschen, die alles dürfen. Also die absolute Ausnahmen.

Heute ist so ein Tag. 
Ich weiß nicht genau, was ich im Kopf sortieren muss. Ich weiß nur, dass es im Kopf zu chaotisch ist. 

(2016)

Brausepulver im Herzen

Irgendwann ist man in der Zeit angekommen, in der man weiß, wen man in seinem Leben behalten will. 

Meine Liste ist nicht lang, aber wunderschön. 
Menschen, die mich schon Ewigkeiten begleiten zusammen mit Menschen, die ich nur einen Moment kenne. Ganz unterschiedliche Menschen, doch alle haben eins gemein: Ich liebe sie, auf die eine & auf die andere Weise. Sie sind mir wichtig. 

Mit einigen rede ich selten, aber ich kann mir sicher sein, dass sie da sind. Mit anderen rede ich ständig. Über alles. Jeder hirnfickende Gedanke ist denen bekannt & sie sind noch nicht geflohen. 

Dankbarkeit ist dafür ein zu kleines Wort. 

Menschen, die dich nehmen, wie du bist, die deine Entscheidungen akzeptieren & dich dabei unterstützen, die da sind, die zuhören, die ehrlich sind....unbezahlbar. 

"Deine Freunde sind Gold wert? 
Tja....meine sind unbezahlbar."

In tiefster Liebe, Freundschaft & Zuneigung!
Ihr seid die Besten der Besten der Besten! 
Kleinerdrei 

(2016)

That's me..........

Wäre ich nicht so gestört, könnte ich eine Traumfrau sein.
I tried being normal - it sucked.
I've reached a state of perfection: Perfect insanity.
Die Leute fragen mich immer, ob ich Tyler Durden kenne...
Mein Wahnsinn hat Methode.

Wir sind Elite!
I may not be perfect, but parts of me are pretty awesome.
Ich hab mich umgesehn: Wir sind die Geilsten hier!
I can't hear you over the sound of how epic I am.
Ich bin Luxus. Und Luxus kann nicht jeder haben.
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen.
Wir gehen so steil, dass senkrecht noch bergab ist.
Wer steiler geht als wir befindet sich im freien Fall.

Well behaved women rarely make history.
Proud owner of a dirty mind.
Ich bereue nichts. Das wäre unprofessionell.
It's better to seek forgiveness than to ask permission.

Oh, I'm caught in a vortex of unspeakable evil. And you?
I stopped fighting my inner demons. We're on the same side now.
Wenn ich gut bin, bin ich sehr gut. Wenn ich böse bin, bin ich noch besser.
Legally, it's questionable. Morally, disgusting. Personally, I like it.

Feindseligkeit ist meine Kuscheldecke.
Früher hat "erbärmlich" ausgereicht. Heute fehlen mir die Worte.
Auch Würggeräusche sind ernstzunehmende Kommentare. Immer.
Muss ich irgendwas mitbringen? -> Nur gute Laune! ............. Hab dann abgesagt.
Ich verantworte das, was ich sage; nicht das, was du verstehst.
Stell mir keine Fragen, auf die du die Antwort nicht verträgst.

Als Kerl hätte ich schon längst eine auf's Maul bekommen.
Möglicherweise hab ich etwas furchtbar unhöfliches gesagt...
...ja, ich weiß... darüber macht man keine Witze...

Wütend bin ich schon so'n kleines Highlight.
Kontergewicht küsst Gesicht =)
I don't have an anger problem. I have an idiot problem.

Zufrieden sein ist nicht mein Stil.
This is not the life I ordered.

Beziehungsstatus = unfähig.
I fall in love 50 times a day...
Ich hab mich grad unsterblich verliebt........ Ah, ... jetzt geht's wieder.
Und für mich zähl'n mehr als nur innere Werte.
Ich mag dich, aber du trägst zu wenig Wahnsinn in dir.
Suche: Mann, groß, hübsch, intelligent, sexy! - Gibt keinen?! Dacht ich mir...
I'm single. And you have to be freaking awesome to change that.

Über meine Gefühle reden?! Ähm...ich bin dann mal weg!
Gegen die inflationäre Verwendung des Satzes "Ich liebe dich"
They say Hate is a strong word, well, so is Love, but people throw that around like it's nothing.

Wie sentimental. Man möchte kotzen.
Ah, Liebesszene... Dann geh ich mal pissen.
Wer zum Teufel ist Romantik?

Stand for something or fall for nothing.
You'll never see the stars if you're always looking down.
Life isn't about finding yourself. Life is about creating yourself.
Shoot for the moon. Even if you miss you'll land among the stars.
One day your life is going to flash before your eyes - make it worth watching.

Seriöses Auftreten trotz total kaputten Innenlebens...
It's funny how smiling can hurt.
Pain doesn't hurt when it's all you've ever felt.

Mein Herz tanzt nicht. Es stolpert und kotzt.
Speak your mind even if your voice shakes.
Sometimes you have to forget what you feel and remember what you deserve.
When everything seems to be going against you, just remember: The airplane takes off against the wind - not with it.

Goodbye Drama, hello I don't give a Fuck!
Ach wie gut, dass niemand weiß auf wen und was ich alles scheiß!
Oh my god! I care so little - I almost passed out!

Mein Red Bull ist alle - ich muss wohl sterben.

Am Ende bleibt nur eins: Musik
It's surprising how one little song can bring back so many memories.

Fische/Pisces

Liebes-Typ:
Der Unberechenbare und Geheimnisvolle. Ein Fisch lässt sich nur selten festhalten.

Liebes-Motto:
Warten, bis der Richtige kommt - dann ohne Wenn und Aber zugreifen.

Stärken:
Die Intuition der Fische ist schon fast legendär. Sie können sich schlafwandlerisch sicher auf ihr Gegenüber einstellen. Ihre Liebe ist wunderbar entspannend: Sie fordern nichts und stellen keine Bedingungen.

Schwächen:
Man kann sie nicht halten. Irgendwann sagen sie Bye-Bye und gehen ihrer eigenen Wege: weil sie eine Liebespause brauchen, weil sie einen Geliebten haben, weil sie sich-selbst-finden oder schlichtweg ihre Ruhe haben wollen.

Was suchen sie:
Einen Hafen, in den sie nach Belieben ein- und wieder auslaufen können. Wer imstande ist, das auszuhalten, hat gute Chancen auf eine glückliche Langzeitbeziehung.

Was stört sie:
Taktlosigkeit, Massenveranstaltungen und vor allem Menschen, die dauernd fragen: "Wie geht's dir? Ist auch alles in Ordnung?" Der Fisch will, gerade wenn es ihm nicht gut geht, in Ruhe gelassen werden.

Was törnt ab:
Perfektionismus und Routine - auch beim Sex.

Treue:
Was er sagt und was er tut sind zwei verschiedene Dinge. Ein Fisch ist nur treu, wenn die Gelegenheit fehlt.

Eifersucht:
Er kennt weder Besitzerstolz noch Eifersucht. Partnern, die ihn kontrollieren wollen, flutscht er ganz schnell durch die Finger.


Stimmt teilweise auffallend! =)

Does your name fit you?

A: is very sexual
B: loves people
C: great friend
D: cute
E: has beautiful eyes
F: wild and crazy adore you
G: is in love
H: crazy
I: good boy- or girlfriend
J: is really sweet
K: can kick your ass
L: good kisser
M: can be funny and dumb at times
N: easy to fall in love with
O: has one of the best personalities ever
P: popular with all types of people
Q: never let people tell you what to do
R: loves to laugh and smile
S: makes people laugh
T: is very sexual
U: very good kisser
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W: very broad minded
X: is loved by everyone
Y: has a smile to die for
Z: makes dating fun
(stoeckchen.twoday.net)

Passt!!!

Entscheidungen

gefunden auf stoeckchen.twoday.net

* HSV oder Bayern? -> HSV
* Beatles oder Rolling Stones? -> Stones
* Schwarzenegger oder Van Damme? -> Van Damme
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* Simpsons oder Spongebob? -> beides
* Micky oder Donald? -> keines
* YouTube oder myVideo? -> YouTube

Make memories. Because no one can take them away from you.

Na dann....herzlich Willkommen im neuen Jahr.
-> Ach, fick dich doch.

Auf in den Kampf gegen 2013.

Möge unser Durchhaltevermögen unbegrenzt, unsere Geduld endlos, unser Wille überlebensgroß & unser Kampfgeist ungebrochen sein.

Auch dieses Jahr geht vorbei.
Versprochen.

(2013)

I just hide between the tears of a clown

Und da ist er wieder....der verdammte letzte Tag des Jahres.
Und wieder suchen mich Gedanken voller Zweifel, Resignation & Trauer heim.
Das Jahr war -wie seine Vorgänger- mit mehr Höhen als Tiefen ausgestattet. Und die Tiefen halten sich hartnäckiger.

Der Blick zurück tut wie immer weh.

Verloren das, was am wichtigsten war; das, was mir den Halt gab, den ich so nötig brauche; das, was meine Konstante war; das, was mich leben ließ.
Mit dabei:
Verlassen die, die mir am nächsten stehen; die, die mich zum Lachen bringen; die, mit denen ich Reden & Schweigen kann; die, mit denen alles einfach ist.

Ein verdammt gemeines Jahr. Zu viele Entscheidungen, zu viel vom "Es-geht-nicht-mehr"-Gefühl, zu viele ungewollte Veränderungen.
Nicht zuletzt ich selbst. Ich erkenne mich kaum wieder. 

Jetzt, wo das Jahr sein Ende nimmt, frage ich mich wofür.
Und ich stelle die Frage, wie lange das noch so gehen soll.

(2012)

Sometimes silence speaks louder than words

Es ist so ein beschissenes Gefühl, sich ständig erklären zu müssen. Es macht mich krank. Mein Kopf reagiert mit Abscheu. 
Es ist so sinnlos, etwas erklären zu müssen, was der andere ohnehin nicht verstehen wird.

Ich werde an der Sinnlosigkeit des Lebens noch ersticken.

Manchmal habe ich keine Lust mehr. Erklärungen wozu denn. 
Ich kann nicht erklären, wie ich bin. Ich will es auch nicht. 

(2012)

Ansprüche wachsen aus Erfahrungen

Und da ist es wieder. Dieses Gefühl von Nichts. Dieses Nicht-Gefühl.
Bis zu einem bestimmten Punkt & keinen Schritt weiter. Vorsichtig, wie ein Beutetier auf der Flucht vor seinem Jäger.

Vertrauen ist ein Wort, das nicht annähernd beschreibt, worum es geht.
Ich vertraue - bis zu diesem gewissen Punkt.

Das volle Vertrauen mit all seinen Konsequenzen kann man nur geben, wenn man keine Verletzungen fürchtet.
Das entweder, weil man sich selbst gegenüber gleichgültig ist oder naiv. Oder weil der Mensch vor einem so ist wie man selbst.

Da das alles auf mich nicht zutrifft & auch nicht auf die Situation, ist es schwierig, zu erkennen, wo die Grenzen verlaufen, wo Kompromisse möglich wären. 

(2012)

Wir leb(t)en eine seltsame Illusion

Was haben wir nicht gekämpft.
Für den inneren Seelenfrieden.
Für das Ausbleiben der Angst.
Für das Wegfallen der Leere, die in uns allgegenwärtig war & uns dazu brachte, die Zukunft nur hinter einem Grauschleier zu sehen.
Zukunft, du elendige Grauzone.

Wir sind es unterschiedlich angegangen. Gemeinsam war uns nur das Eine: Wir sind immer zu weit gegangen - in die eine, wie in die andere Richtung. Vollumfänglich ins Verderben.

Und immer mal wieder schien es, als wäre der nächste gleichzeitig auch der letzte Schritt.
>Der unerlässlich letzte Schritt, bleibst du stehen oder kommst du mit?<

Wir sind gegen Mauern gerannt, haben gegen Windmühlen gekämpft und dem Wahnsinn die Tür geöffnet. In den Atempausen haben wir uns so verzweifelt aneinandergeklammert, als könnten wir uns gegenseitig retten, so als wäre da noch etwas zu retten.
Doch retten niemals. Nicht mal beschützen.

Wir haben uns nahezu selbst zerstört. Jeder hat eine andere Art, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen:
Drogen, Exzess, Kunst, übertriebene Lebendigkeit, selbstzerstörerischer Wahn, unnachgiebiges Denken...
Und ich? Hab immer wieder mal in jeglicher Hinsicht übertrieben: zu viel Arbeit, zu viel Stress, dann aber auch zu wenig von beidem, zu viel Genuss, zu viel Feiern, zu viel Leben, dann aber wieder zu viel Pause.

Wir konnten ja gar nicht klarkommen.
Zu wenig Glaube an das Gute, zu wenig Hoffnung, zu viel Grau.
Zu realistisch-pessimistisch.
Zu aggressiv.
Zu überwältigt vom Leben.

Doch gerade sitze ich nur da, lächel und erinnere mich daran zurück.
Gerade bin ich glücklich.
Weil er es ist.
Weil ich es bin.

(2012)

Näher

Ich bin....
...dem Hass näher als der Liebe
...dem Zweifel näher als dem Glauben
...der Lüge näher als der Wahrheit
...der Verzweiflung näher als der Hoffnung
...dem Misstrauen näher als dem Vertrauen
...dem Wahnsinn näher als der Klarheit

(2012)

Find what you love & let it kill you

Es gibt einfach Tage, da läuft es nicht so.
Und dann gibt es Sätze, Worte und Songs, die mich zum Weinen bringen.
Und dann gibt es Vodka, der mich immer wieder zum gleichen Punkt führt.

Und ja, alles war gut, aber ist es nicht mehr. Glück ist halt immer nur Kurzzeitgast. Einfach so....zack....alles in Scherben.
Flüchtlinge vorm Leben - am Rande der Paranoia.
Mal wieder.

Im Nachhinein überlegt man sich so viel, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen, nicht mal den einen Monat, den ich dazu benötigen würde.

Und weil alles am Ende immer zu nem Haufen Dreck wird, geht's mir jetzt ebenso.
"More than words" in Endlosschleife, weil es mich an etwas erinnert, was hätte passieren können.
Und ja, ich weiß, dass ich stärker bin als all das.... Doch wozu?

(2012)

Ain't I've seen you before? I think I remember those eyes...

Es ist beruhigend, etwas zu finden, was alles erträglicher macht. Beunruhigend nur die Angst vor Gefühlen, die Panik davor.

>Philophobia:
  Fear of emotional attachment.
  Fear of being or falling in love.<

Und es klingt so schön, und es klingt so glücklich, und es klingt so einfach - bei anderen Menschen. Doch das Donnergrollen in mir wird nie verschwinden.
Traue ich mir das zu? Traue ich mir selbst?

Es gibt diese eine Sache, die ich nie richtig gelernt hab und die mir schreckliche Angst macht. Etwas, womit ich nicht umgehen kann. Gefühle. 

(2012)

Da, wo du herkommst, da warst du gerne....

....Da, wo du hinfährst, ist alles leer.

Und es füllt sich nicht mit Leben. Ist es noch mein Leben?

Die Tage sind laut, unnachgiebig, unschön und unfair.
Die Nächte sind momentan Alles.

Das alles ist so gespalten, so unterschiedlich, dass ich nicht mehr mitkomme.
Und ich höre dich sagen: "Mach es einfach. Leb es einfach."
Doch einfach?!? Not really.
Wie kann ich richtig leben, wenn nur die Nächte einen Sinn und Zweck erfüllen, gleichzeitig aber auch voll sind mit Gedanken an die Abgründe der Tage?

(2012)

...zwischen Chaos & Neuanfang...irgendwo da...

Nur wenige Stunden bis zur Abfahrt nach Kassel. Noch ist alles chaotisch, sowohl das Gepäck, als auch die Gedanken.

Mir ist übel. Ich will das nicht. Will nicht zurücklassen, was war & was hätte sein können.

Zu viele offene Möglichkeiten, die ich zurücklasse.

Zu viel Leben, das ich zurücklasse.

(2012)

Don't be a Maybe

Ich will schlafen. Sehr sehr lange. Und ich will erst wieder aufwachen, wenn alles klar & wieder gut ist.

Denn gerade ist es ja so, dass mich das alles nur verwirrt, meinen Kopf fickt & kaputt macht. So viele Gedanken, die wirre Runden durch mein Hirn drehen & immer in der Vergangenheit enden.
Und ich begreife es nicht. 
Vielleicht, weil ich die Ausweglosigkeit, die das alles mit sich bringt, auch gar nicht begreifen will. 

An einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, aber nicht weit genug entfernt von Hier & Jetzt:
Der Versuch zu entkommen, klar zu kommen.
Ich sah mich scheitern, mit Ansage.
Heute wie damals.
Sinnfreier Versuch.

Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich nie ankommen wollte. 
Zu viele Fragen & Ängste.

(2012)

What you see depends on what you're looking for

Just fuck it.
Wie kaputt muss man sein, damit einen ein Arbeitsvertrag zum Heulen bringt?

Ich will das alles nicht.

Das alles schien so weit weg.
Aber in absehbarer Zukunft wird das alles nah sein,
aber mein Leben weit weg.

I need you like I never did before...

(2012)

Aller Anfang beginnt Ende März

Es geht zum Endspurt.
Nun heißt es, die letzte Zeit, die uns bleibt, auszukosten.
Das kleine bisschen Zeit.
Der letzte Rest einer Ewigkeit.

Ich sehe die Zukunft.
Und sie ist grau.
Dunkelgrau.

(2012)

Das Land in meinem Kopf ist im Dauerkriegszustand

Kraftlos. Zu viele Gedanken im Kopf. 
Der Job war mein Lebensinhalt.
Das, wofür ich morgens aufstand.
Das, woran ich glaubte.
Das, was ich mit Bedeutung füllte.
Nun vielleicht bald nicht mehr.

Aber was anderes kann ich nicht.

Schock war da nicht, nur der Wut, die Angst & die Trauer. Und die riesengroße Frage nach dem Was nun.

Und dann das Gefühl, das wichtigste zu verlieren. Es gleitet dir aus den Händen & du kannst es nicht halten.
Du kannst nichts dagegen tun.
Du bist machtlos.

Ohnmachtsgefühl & Hasstiraden.

(2012)

Bring Vodka mit. Wir müssen über Liebe reden.

Mal wieder eine dieser Nächte...
Wir sitzen da & diskutieren die Ausweglosigkeit. 

Wenn ich mich selbst retten will, muss ich loslassen. Und das auf die Gefahr hin, zu verlieren, was mir gerade alles gibt.

Diese Gedanken sind wie alles, was uns antreibt: irgendwie überlebensgroß.
Wir können es nicht greifen, nicht erklären, nicht verstehen. 

Und wer hätte jemals gedacht, dass es so kommen würde?
Mittlerweile sitzen wir da & führen lächerliche Diskussionen über die Liebe, die für mich nicht existent & für ihn vergangen ist.

Wir beide & die Frage nach dem Wie.
"Aber irgendwie muss es doch weitergehen...", höre ich mich sagen & weiß im selben Moment, dass es irgendwie weitergehen wird, weil wir nichts dagegen tun können.

(2012)

Manchmal vergesse ich, dass ich vergessen muss

Ich versuche, Vergleiche zu finden, Situationen, in denen es ähnlich war. Doch es scheint, als gäbe es die nicht. 

Ich versuche, mich weniger verloren & kaputt zu fühlen. Doch in mir ist nichts, was mich hält. 

Dabei weiß mein Kopf doch Bescheid.
Mein Körper rebelliert, der Blick brennt. Mein Kopf will alles vergessen....doch irgendetwas kämpft gegen das Vergessen.
Und es kämpft so verdammt gut.
Zu gut?

(2012)

Hallo, hier spricht dein Leben....du hast keine Ahnung, was du da tust, oder?!

Night of too much thoughts.
Sleepless.
3 Stunden. Dann Ende.
Bester Start für das Jahr.

Und irgendwo in der Weite meiner Gedankenwelt bin ich stehen geblieben. Kann nicht weiter.

Jemand, der dich zum Lachen bringt, wenn du nicht mal Lächeln willst. 
Aber warum?

Ja. Weil wir beide so verdammt zerbrochen sind.

Und er sagt: "Die verrücktesten Menschen sind immer auch die mit den tiefsten Wunden, die schönsten Menschen sind mit Narben überseht, gebrochene Herzen heilen nicht. Doch vorwärts immer, rückwärts nimmer."

Doch wie weitermachen, wenn es eigentlich keinen Grund gibt? Auch wenn es sich richtig anfühlt. 
Ich glaube, ich kann erst weitermachen, wenn ich akzeptiert hab, erst dann. Bis dahin liegt alles im Nebel. Keine klaren Gedanken, nur Schmerz im Kopf & Steine auf der Seele.

(2012)

Nächster Halt: Realität. -> Boah, halt's Maul & fahr weiter du Spast!

Resümee of the year 2011: HORROR! 

All die Gedankensplitter, die mir die Synapsen zerreißen... What the fuck is wrong with me? Entweder ich oder der Rest der Welt.
Party on & on & on, like I said.
War sehr nice mit Mr. Nice.

Verirren. Irrungen, Wirrungen & der ganz normale Wahn.Sinn. 
Schlimmste Musikauswahl bei Tisch. Was kann ich dafür, dass ich aus dem Westerwald bin?
Und "More than words"........heimtückisches Grinsen. Essen bleibt im Hals stecken. Lächeln eingefrorn. Und der Gedankenrausch geht immer weiter.

Cool down. Sonst schlimmste Worte aus meinem Mund. Viel, viel zu viel. Kann da nicht mithalten. 
Ich kann da nix dafür, er fing an zu Lächeln.

Einsamkeit zelebriert in Zweisamkeit mitten in der Menge. 

Das Gedankenkarussel dreht sich also wieder.

(2011)

Can you help me remember how to smile?

Mein Lächeln berührt höchstens noch die Oberfläche. Wenn ich überhaupt so etwas wie ein Lächeln Zustande bringe.

Ich ertrag es nicht mehr, dieses Pseudo-Lächeln.

Kann mich bitte, bitte jemand daran erinnern, dass dies nicht das Ende der Welt ist?

Nun, von meiner vielleicht schon...

(2011)

Take my heart & make it strong

Kurz ist meine Welt heute stehen geblieben.
Kurz dachte ich daran, einfach auszusteigen.
Aber es kamen nicht mal Tränen.

"You'll never know how strong you are until being strong is the only fucking option you have."

Und die Welt dreht sich weiter, nur mein Kopf ist irgendwie leer. Abgesehen vom Hass auf das, was da passiert.

Und mir fehlen die Worte.
Ich kann es nicht richtig ausdrücken.
Ich kann mich nicht richtig ausdrücken. 

(2011)

And I'm always gonna wanna blow your mind...

There we go again...
An diesem doch eher tristen, ereignislosen Tag... Fast vergessen, die Stimme des Mr. Cool. Konversation ohne Stimme, nur mit dem Gedanken daran... Smileys, Groß- und Kleinschreibung... Einige Monate... Und nun wieder seine Stimme im Ohr. Ein übergroßes Gefühl. Fast zu schön, um wahr zu sein.
An einem Tag, an dem vieles mich stresst, ankotzt und nervt, ist er wie der rettende Engel.

Stellt mir die Frage, ob ich mein Leben schon neu geordnet habe - was er damit meint, weiß nur er. Und ich antworte trotzdem, ich denke wahrheitsgemäß, mit Nein. Er lacht.

Ich weiß es, dass ein Gespräch manchmal Leben retten kann - so fühlt es sich an.

Wir reden und lachen, diskutieren und erfahren das Neueste vom Leben des anderen. Ich liebe ihn dafür, dass ich ihn monatelang nicht sehen kann und sich trotz allem nichts ändert zwischen uns.
Wir reden über Musik, Bücher, Filme, kleine und große Tragödien...
Und am Ende sagt er mir, dass ich am Bahnhof warten soll, wenn er nach Hause kommt.... Größer kann der Tag nicht werden.

(2011)

It's sad how fast the man of my dreams became my nightmare

Warum muss nur immer alles so kompliziert sein? Und warum sind Männer solche gestörten Individuen? Oder treffe ich einfach nur immer wieder auf die denkbar Falschesten?

Es kann nicht richtig sein, dass ich auf einmal anfange, alten Episoden nachzutrauern, sie zu vermissen, sie vielleicht sogar zurückzuwünschen. Eigentlich war der Plan immer der, dass die aktuelle Episode die letzte endgültig vergessen macht. Davon kann diesmal keine Rede sein. Diesmal funktioniert es nicht, der Plan geht nicht auf. Ich denke ständig darüber nach, dass ich eigentlich in früheren Zeiten glücklicher war - mit anderen Männern. Und das, obwohl ich dachte, dieser hier könnte mir das Wasser reichen...
Irgendwo muss da ein Denkfehler liegen. Ich weiß nur noch nicht, wo.

Ich fange an, zu vergleichen.
Da war der Eine, bei dem alles so einfach schien, so unkompliziert. Wir waren uns so einig. Es gab keine Diskussionen, keine dramatische Gefühlsduselei, nur eine wunderbare Zeit.

Ich weiß gerade gar nicht, wen ich am meisten vermisse. Nur eins weiß ich sicher: dass es nicht der ist, den ich eigentlich vermissen sollte, wenn man die Sache mit normalem Menschenverstand betrachten würde.
Eigentlich geht mir das alles aber nur noch auf die Nerven, dieses ständige Diskutieren, dieses kindische Rumgeheule... Fast alles. Der Hübschheitsbonus ist schon aufgebraucht, jeder andere eventuelle Bonus neigt sich auch langsam aber stetig dem Ende zu.
Ende scheint mir sowieso momentan das beste Wort der Welt zu sein. Ende mit dieser ganzen lächerlichen Episode. Was hab ich mir nur dabei gedacht?! Lächerlich trifft es nämlich so sehr, dass man schon nicht mehr weiß, ob es wirklich zum Lachen oder nicht doch eher zum Weinen ist...

Ich hab mir in der Vergangenheit nie so viele Gedanken über das Ende gemacht, weil das Ende einfach irgendwann kam und nicht herbeigesehnt wurde. Aber das hier kann ich irgendwie nicht viel länger ertragen. Ich frage mich auch langsam nach dem Sinn. Das gab es früher auch nicht. Vermutlich hat das alles überhaupt keinen Sinn. Gar keinen. Null. Niente. Nada.
Und langsam begreife ich auch, was meine Mitmenschen mir schon seit Jahren predigen: Es kommt nicht nur auf's Aussehen an!
Das Aussehen kann täuschen - derbe enttäuschen!

Diese Episode ist das perfekte Gegenteil von dem Bild, das ich von ihm hatte.
Ich dachte, er wäre mehr so wie ich. Aber dass er so krass von allem abweicht, was ich von ihm gehalten habe - damit konnte doch keiner rechnen! Wirklich.

(2011)

Partly confused (all the time)

Es ist interessant, wie widersprüchlich das Leben sein kann, oder vielmehr das Empfinden.

Ich bin mir gerade mal wieder überhaupt nicht wirklich klar, was ich eigentlich will. Da ist ein komplettes Wirrwarr, weil sich riesige Abgründe auftun zwischen meiner eigentlichen Meinung und dem, was ich tatsächlich gerade denke. Weil es da ein absolutes Ungleichgewicht gibt.

Wie kann man denn so wunderbar eins sein, andererseits aber nur diskutieren? Wie kann es passieren, dass man jemanden mag, aber gleichzeitig doch nicht so wirklich, weil es zu viele Streitpunkte gibt?!

Wie kann man denn nicht sicher sein, ob man jemanden nun mag oder nicht???

(2011)

Break your heart

Now I may not be the worst or the best
But you gotta respect my honesty
And I may break your heart
But I don't really think there's anybody as bomb as me
So you can take this chance, in the end
Everybody's gonna be wondering how you deal
You might say this is Ludacris
But Taio Cruz tell her how you feel

Now listen to me baby
Before I love and leave you
They call me heart breaker
I don't wanna deceive you

If you fall for me
I'm not easy to please
I might tear you apart
Told you from the start, baby from the start
I'm only gonna break break your, break break your heart

There's no point try'na hide it
No point trying to evade it
I know I got a problem
Problem with misbehaving

If you fall for me
I'm not easy to please
I might tear you apart
Told you from the start, baby from the start
I'm only gonna break break your, break break your heart

That's all I'm gonna do woman
Listen now, I'm only gonna break your heart
And shatter and splatter it all into little bitty pieces
Wether or not you get it all together
Then it's finder's keepers and loser's weepers
See I'm not trying to lead you on
No I'm only trying to keep it real
You might say this is Ludacris
But Taio Cruz tell her how you feel

And I know karma's gonna get me back for being so cold
Like a bad wolf I'm born to be bad
And bad to the bone

If you fall for me
I'm only gonna tear you apart
Told ya from the start
I'm only gonna break break your, break break your heart

(Taio Cruz & Ludacris)

Man soll das Eisen schmieden... Vielleicht auch nicht?!

Seit einigen Tagen schwirrt diese kleine, dämliche Frage in meinem Kopf herum... Und zwar seitdem ich Taio Cruz & Ludacris' "Break your heart" mal aufmerksamst gehört hatte...

Ich frage mich:
Wie ist das, wenn zwei Menschen etwas miteinander anfangen, worauf läuft das hinaus, wenn beide eher Gefühlsspastiker & Liebeslegastheniker sind?

1) Win-Win-Situation
Weil beide keine Große-Romanze-Erwartungen haben und beide nicht in Gefahr schweben, sich ernsthaft zu verlieben? Weil beide cool und lässig damit umgehen können und beide genau wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen - eine ernsthafte Beziehung nämlich. Also keine Liebe, keine großen Gefühlsdramen, keine Romantik; also nur chilliges Amüsement?

2) Lose-Lose-Situation
Weil es eigentlich traurig ist, dass beide nicht in der Lage sind, ernsthafte Beziehungen zu führen und Gefühle zuzulassen?

3) Win-Lose-Situation (also das Übliche)
Weil einer am Ende doch mehr will als der andere? Es sich zwar erstmal nicht eingestehen will, am Ende aber dann doch mit gebrochenem Herzen zurückbleibt?

(2011)

Manchmal...

Manchmal höre ich Musik und mir kommen Tränen in die Augen.
Manchmal kann ich nicht schlafen.
Manchmal liege ich einfach nur da.
Manchmal bringen mich die Gedanken fast um.
Manchmal möchte ich schreien.

(2011)

Forget love... I'd rather fall in chocolate

Vielleicht ist es manchmal einfach nötig, einen Schlußstrich zu ziehen, bevor es überhaupt richtig anfangen kann. Vielleicht ist es manchmal besser, sich erst gar nicht auf eine Sache einzulassen, wenn man von Anfang an weiß, dass es nicht gut enden wird.

Und es tut mir nicht mal leid. Eigentlich fühle ich gar nichts bei dem Gedanken daran, ihn nie wieder zu sehen. Eigentlich sollte ich aber doch wohl etwas empfinden? Ein kleines bisschen? Nur etwas? Ich sollte nicht so damit umspringen können. Irgendwann einmal werde ich damit wahrscheinlich Gefühle verletzen, ein Herz brechen, das nicht mein Eigenes ist.
Aber interessiert mich das wirklich? Ist das etwas, worüber ich mir ernsthaft Gedanken machen möchte? Nicht wirklich. Nein.

Ich bin einfach kein Gut-Mensch. Ich kann mir nicht helfen, aber ich bin so widersprüchlich, dass ich mich manchmal selbst nicht so ganz begreife.
Einerseits tut es mir leid, andererseits ist es mir richtig egal. Und die negative Seite gewinnt immer, d.h. es ist mir egal. Warum auch nicht.
An einem Tag möchte ich nur endlich daran glauben können, am nächsten Tag sage ich mir "Fuck it" und vergesse meinen Wunsch. Der nächste Tag ist meistens der, an dem das daran-glauben in greifbare Nähe gerückt ist, so dass ich die Chance nur noch ergreifen müsste, aber...Nein. Wirklich.

Eigentlich ist es unfassbar, was daraus geworden ist. Aus all den kleinen, kalkulierten Spielchen scheint irgendwie mit der Zeit Ernst geworden zu sein. Doch das kann ich nicht. Ich kann nur die Spielchen, ich beherrsche nichts anderes als das.

(2011)

Andy Strauß - versorge mich mit Äther!

Manchmal muss man sich die Frage einfach stellen: Alter - geht's noch?!
Ich weiß ja nicht, aber es kommt mir oft so vor, als wäre ich von Idioten umgeben, wenige Ausnahmen bestätigen die Regel - zu wenige Ausnahmen. Gedanken sind noch klar, drehen sich nur um die Frage, warum ich nicht bekomme, was ich will und warum ich dann trotzdem jeden verdammten neuen Tag überhaupt starte.

Gibt es Hoffnung?
Man weiß es nicht.
Ich würde diese Frage allerdings mit einem klaren NEIN beantworten. Aber ich bin ja auch Pessimist. Erwarte das Schlechteste, dann kannst du nicht enttäuscht werden. Enttäuscht worden wäre ich oft genug, wenn ich optimistisch in die Zukunft blicken würde und immer nur das Beste von den Menschen erwarten würde... Zum Glück ist das komplett gegen meine Lebenseinstellung. Ich könnte nachts nicht mehr ruhig schlafen, wenn ich posistiv denken würde, vor Aufregung zitternd und lächelnd und himmelhochjauchzend - um dann später enttäuscht am Boden zu liegen. Dann doch lieber schwärzester Pessimismus und das erwartete Ergebnis auch bekommen - oder vielleicht sogar ein besseres. Nicht erfüllte Erwartungen sind doch die schlimmsten.

Die nächste Frage: Helfen Drogen?
Und wenn ja: Welche?
Denn ich will diesen ganzen Mist nicht mehr ertragen, jedenfalls nicht mit klarem Verstand und wachem Blick. Das führt nur zu immer mehr kopfgeficktem Erwachen, Erkennen, Erschrecken. That's not what I want or need.
Der wache Blick tut weh, irgendwie schmerzen meine Augen. Sie können diese ganze Tristesse, diesen Alltag, diese miesen Gestalten, nicht mehr ertragen.

(2011)

Mein Verstand ist über's WE verreist. Geil. Sturmfrei!

Es ist noch so früh am Morgen, dass es mir schwerfällt, den neuen Tag zu akzeptieren. Außerdem kann ich nicht glauben, was ich hier tue. Ich warte mit einem Kaffee auf einen meiner besten Freunde. Diese Aussage ist falsch. Vermutlich.

Ich kann es eigentlich nicht begreifen, aber ich freue mich darauf, ihn hier zu sehen. Mehr denn je.
Haben wir uns eigentlich je darüber unterhalten, wie das alles weitergehen soll?

Gleich wird er dort aus dem Zug steigen und er wird der einzige Mensch sein, den ich registriere, weil er einfach verdammt atemberaubend ist.
Er wird mich zur Begrüßung leicht auf den Mund küssen und die Menschen werden denken, wir würden eine dieser erwachsenen Beziehungen führen. Wenn man aber genau hinsieht, weiß man, dass es nicht so ist und dass wir "nur Freunde" sind.

> Warum eigentlich "nur" Freunde? Eigentlich ist Freundschaft doch unendlich viel wichtiger und bedeutsamer als Liebe. Liebe was ist das denn schon? Was sagt das aus? Aber Freundschaft... Bedeutet mir wirklich etwas. Für Freundschaft würde ich kämpfen, für Liebe nicht.

Er wird mich fragen, ob sich einer der Kandidaten gemeldet hat, ob es was Neues gibt. Er nennt sie Kandidaten, ich Idioten - vermutlich überwiegt hier sein Männlichkeitsgefühl, das ihn zwingt, auf der männlichen Seite zu stehen.
Er wird über meine Ausführungen nur lächeln. Weil er mich kennt. Weil er weiß, dass niemand eine Konkurrenz darstellen kann zu dem, was ich eigentlich will. Dazu sind die Kandidaten/Idioten zu stupide, zu leichtgläubig, zu einfach.

Und dann seh ich ihn, komplett übermüdet, aber trotz allem noch so viel hübscher als der Rest hier, dass es einem den Hals abschnürt. Und es kommt genau so, wie ich es schon in meinem Kopf durchgespielt hatte. Dafür liebe ich ihn.

(2011)

Krankes Kind, die Hölle ist da, wo ich bin

Wir schaffen uns unsere ureigene Hölle, indem wir an dem festhalten, was wir uns selbst seit Jahren einprügeln.
Es vergeht der Tag, es kommt die Nacht und mit ihr die unglaublichsten Gedankengänge...
Wir feiern. Wir tanzen. Wir sind happy.

Doch dann...die Musik!!! Die Beste und ich gucken uns nur an, schütteln den Kopf, resignieren und versuchen möglichst cool zur Bar zu gelangen. Nur nicht anmerken lassen, wie sehr uns diese Musik zurückwirft (um einige Jahre nämlich), uns erschüttert. Wie sehr wir sie noch lieben. Wie viele Erinnerungen wir damit verknüpft haben.
Es gab da mal dieses Mixtape, auf diesem Mixtape war der Song No.1, und alles, was dieses Mixtape aussagte, war bedeutend tief. Wir haben es jahrelang fast auschließlich gehört und anschließend in einer rituellen Opferung in viele kleine Splitter zerschlagen. Die Splitter schmerzen noch immer.

Nun vollkommen unerwartet dieses Sample zu hören, ist so schmerzhaft, dass wir am liebsten umgehend verschwinden würden. Weil wir nicht darauf vorbereitet waren, können wir die Gedanken nicht bremsen.
Während die Musik spielt, kippen wir Tequila und nippen während der Wartezeiten an 43er mit Milch, weil die Milch uns ein Gefühl von gesundheitsbewusster Ernährung vermittelt: Hey, wir leben gesund - so schlimm kann es gar nicht sein!

Der Mix des Samples ist neu - und er ist gut.
Wir waren gewarnt. Wir wussten, dass es viele neue Remixe geben würde. Der Song ist nun mal oberste Liga, einer der besten Songs ever.
Und nur weil wir so dämlich waren, damit Erinnerungen an etwas zu verknüpfen, was für uns mal Hoffnung war, kann man den Song nicht hassen. Von der musikalischen Seite gesehen, ist und bleibt er einer unserer absoluten Lieblingsstücke. Von der gefühlsmäßigen Seite betrachtet, gibt er uns immer noch ein gutes Gefühl, das Einzige, was stört, sind die Erinnerungen...
Vielleicht werden wir einfach die alten Erinnerungen durch neue Schönere relativieren und alles wird gut.

Niemand weiß um die Bedeutung, die der Song für uns hat. Nur wir beide.
Darum sitzen wir jetzt hier, fassungslos, und wollen das Vergangene zurück. Das kommt doch wohl vom Alkohol! Schließlich haben wir es selbst beendet. Und jetzt wollen wir es zurück?! Und warum? Weil wir manchmal noch daran glauben.
Scenes from an obesessive, crazy life.
Wenn man sein Leben lang nur solche Episoden erlebt/überlebt hat, wird man wohl so... Verrückt. Merkwürdig. Katastrophal.
So sitzen wir da und reden.
Doch dann, der Song ist vorbei. Zu "memories" stehen wir auf, gehen wieder tanzen und...sind happy.
Vergessen geht schnell in unserer Welt.

(2011)

Has anyone seen my sanity? I seem to have lost it... again...

Um das neue Jahr zu begrüßen, gibt es nur einen Weg...
Die Klassiker. Mal wieder. Und wir haben schon angefangen, zu trinken. Nur wir drei. Erbärmlich, wenn er nicht dabei wäre.

Heute muss ich aufpassen, dass ich nicht alles sage, was ich denke, weil die Wut + Alkohol eine tragische Mischung ist, und weil es einfach Dinge gibt, die unausgesprochen bleiben sollten. Das endet sonst nur im Dilemma.

>Fresse auf den Bordstein<
Netter Gedanke. Und er lacht. Und erinnert sich an den verdammten Satz "Ja, weil....Wütend bist du am besten!"
 Ja... Zack - da sind wir, bei einem der Themen, die zu umgehen mein Ziel war. Ich möchte, dass sich die Erde auftut und mich verschlingt. Ich möchte nicht hier sein. "Ja, ja klar", sag ich und kann nicht aufhören, ihn anzulächeln. Wie gut, dass unser Taxi wartet. Nochmal gerettet.
Wie oft das noch funktioniert würde ich gerne wissen, um mich aus der Gefahrenzone fern zu halten, wenn es ernst wird.

(2011)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Partyleben, Lebensparty

Und wieder kommt ein neues Jahr und geht ein altes. 
Und man denkt unweigerlich über das Leben nach.

Wäre das Leben einfach, würde es Party und nicht Leben heißen.
Leben ist so ein übergroßes Wort.
Und die Angst dem nicht gerecht zu werden, frisst mich von innen auf.

Sometimes...

Sometimes a lyric can be so true it's hard to take,
feels like the writer knew about the smile you fake.
Sometimes you have to cry to heal your soul,
forgetting about the fact that your life has a hole.
Sometimes you have to scream to clean your head,
remembering that all is done and said.

And there's nothing to fix it,
nowhere to hide,
just the rock bottom you hit
when you step to the side.

Sometimes you have to laugh when you want to cry,
hiding all the feelings in a big, fat lie.
Sometimes you have to hold your head up high,
trying to shoot for the stars, reach for the sky.
Sometimes life is a game and you lose,
it isn't your decision but you have to choose.

And I learned that I'm not morally against murder - I just wish I had the guts to do it

Abturn. Abfuck. Whatever!

Ich hab einfach mal alle über einen Kamm gescheert und dumm angemacht - mit einigen wenigen Ausnahmen. Und ehrlich gesagt: Ich finde, das hatten die verdient.

Ich glaube nicht, dass ein einziges Wochenende reicht, die kleinen Explosionen und Feuer, die in mir lodern, zu stoppen. Ich werde mich oberflächlich beruhigen, wenn ich mit den anderen "Trink oder stirb" spiele, aber Montag Morgen wird das Hass-Gefühl mit aller Macht zurückkommen und mich erschlagen.

Ich denke schon jetzt mit Grauen daran, denn in gewisser Weise ist es gefährlich. Ich könnte Teile meines Lebens sprengen, in Scherben schlagen. Andererseits frisst mich die Wut wahrscheinlich sonst von innen auf.

(2010)

Also habe ich sichergestellt, dass ich mit meiner Vergangenheit konkurrieren kann

So langsam wird mir alles klar... Ich hab das alles so gewollt - selbstzerstörerischer Wahn, Apokalypse, Wahnsinn, Neurosen, Paranoia, Psychosen. In all der Zeit, in all den Jahren, hab ich genau darauf hingearbeitet. Alles mitgenommen, was ging. So viel geliebt, gehasst, gelacht, geweint, zerstört, dass es für ein ganzes Leben reicht. So oft Jubelschreie und Weltuntergangsstimmung, dass es nun nichts mehr gibt, was noch schocken kann.

Ich hab die Zeit dermaßen ausgefüllt - mit immer mehr und mehr.
Wenn man schon so viel erlebt hat, dass andere ein ganzes Leben dafür brauchen, wird's schwierig.
Immer wieder mal "Du kannst nicht alles haben", doch ich konnte, wenn ich wollte. Ohne Rücksicht auf Verluste, ich kannte keine Grenzen - woher auch?!
Beziehungen waren nicht wichtig für mich. Interessant waren die Jagd und die blauen Augen. Ernsthafte Beziehungen gingen gar nicht - die Enge machte mich krank und ich fühlte mich langsam und qualvoll verrecken.

Die Episoden allerdings waren fast jede eine bedeutungsvolle Showeinlage. Denn die waren mir ähnlich. Wir waren uns nie sicher. Jeder Schritt war aufregend, denn er konnte der letzte sein. Und ich liebe -ja wirklich: LIEBE- noch immer Details fast jeder einzelnen Episode.
Die Arroganz, die durchgeredeten Nächte, das Auf und Ab, die unschuldige Dreistigkeit, die Blicke, die Fast-Küsse, die Ausraster, die Wut, die krassen Aktionen, die irren Liebesbriefe, das Lächeln, das Stäbchen, der zusammenhanglose Wahnsinn, die Weihnachts-Nacht, das Alter, Teufel in den Augen, dieses Grinsen...

"In einige warst du verliebt, in andere nicht... Mit manchen hast du geschlafen, mit anderen nicht..."
Sie waren grundverschieden. In letzter Zeit bereue ich nur die eine Sache, die nicht passiert ist; es gibt halt etwas, das mir mehr Angst macht...

(2010)

Leben heißt: Sich verloren fühlen

Ich wache auf und schaue dich an. Mir ist nicht klar, was du hier tust. Bist du gekommen, mich zu retten? Fast möchte ich schreien - doch wie könnte ich?! Du würdest es nicht verstehen...

Du wirst sie nie verstehen, die Attribute, die mich von innen halten - den Hass, die Wut, das Böse. Du wirst nie begreifen, dass ich ohne das Alles nicht mehr existieren kann, dass ich ohne das Alles das Leben nicht mehr ertragen kann. Nie wirst du erahnen können, wie sehr es mich schmerzen würde, wenn ich es ernst nähme. In der Sekunde, in der ich anfange, es nicht mehr als Witz zu sehen, werde ich auseinanderbrechen, denn dann bin ich verloren.

Es macht keinen Sinn, dir das alles entgegen zu schreien, denn du kannst es nicht erfassen - du willst es auch nicht erfassen, weil du noch immer -trotz allem- an das Gute glaubst.
So wurdest du zum guten Engel, der über mich wacht. Und auf meine Art bin ich dir sogar dankbar dafür.

(2010)

Ging es um die Sterne, oder ham wir uns belogen?

"Wohin führ'n uns're Wege? Wo bist du in diesen Tagen? Ich kann dich nicht vergessen. Ich rufe deinen Namen."
Es gibt Musik, die einem die ganzen sorgfältig versteckten und verdrängten Erinnerungen zurückbringt. Und zwar alle auf einmal. Diese Musik bringt einen zurück an verwunschene Orte in einer längst vergessenen Zeit. Soweit ich mich erinnern kann, fing alles mit ebendieser Musik an. Ich kann fast alle Texte mitsingen und zu so gut wie jedem Song eine Anekdote erzählen. Jetzt, als ich diesen Song plötzlich unerwartet auf einem Mixtape höre, drücke ich sofort "Repeat one" und bekomme fast Tränen in die Augen aufgrund der Ausweglosigkeit des Daseins.
Doch irgendwas ist anders. Irgendetwas klopft an mein Gehirn und will rein, und dann wieder raus auf's Papier.

"Sag mir, was hast du getan? Denn dein Licht brennt immer noch in mir. Für immer."
Das Alles, das ganze Drama, fing vor Jahren an. Eine trunkene Nacht und die Lichtgestalt.
Ich habe gelernt, dass die Realität unmöglich ist, die Liebe unglaubwürdig, was es bedeutet, einfach da zu sein. Die Arroganz, der Egoismus, die Fick-dich-Attitude.
All die Zeit hat mich geprägt.

"Hat Gott auf mich geschissen oder warum ließ ich dich gehen?
All die Episoden, bei denen nie wirklich was passierte... Und die anderen... Mich wundert es, dass wir uns heute noch verstehen.
Und deshalb frage ich mich, ob ich dieses Leben und die Liebe wohl jemals ernst nehmen kann.

Ich schwelge in der Musik, in den Erinnerungen & ich fange an, zu bereuen, was ich nicht getan habe.

"Ich sitze hier im Dunkel. Die Zeit steht still. Ich denke nach, über dich und mein Gefühl."

(Textauszüge: Böhse Onkelz - Für immer)

(2010)

Also wenn wir das Glück auf Landkarten suchen, wohnst du gleich neben: Im Halbschlaf kotzen

Wieder einmal sitzen wir zusammen und zelebrieren eine schlaflose Nacht, indem wir reden und trinken, trinken und reden. Langsam fällt mir auf, wie weit wir uns entfernt haben von dem, was uns definierte. Ich glaube, er ist mir näher als irgendwer sonst und ich fange schon an zu glauben, was alle glauben.
Das ist falsch.

"Überleg dir mal", sagt er, "dass es niemanden gibt, der richtig ist und dass du aus all den Falschen den Besten raussuchen musst..." Also sozusagen, das kleinste Übel?! Ich denke kurz darüber nach. Wenn es nicht der Richtige ist, ist es nichts. Wenn es nicht perfekt ist, ist es keine Liebe. Wenn ich Kompromisse machen muss, werde ich nicht glücklich. Wenn ich nicht glücklich werde, kann ich es auch sein lassen. Dann werde ich so bleiben, wie ich bin - ein schlechter Mensch. Ist mir egal.

Fatalismus, vielleicht. Doch er sieht das genauso. Ich wünschte, wir wären die Richtigen füreinander. Er und ich. Sind wir aber nicht. Wir sind uns zu gleich.

(2010)

Jemanden nicht zu kennen, ist kein Grund, ihn nicht zu hassen

Vorurteile und Schubladendenken sind toll. Es ist so einfach. So selektiert man die Menschheit und übrig bleibt die Elite.
Das Leben ist zu kurz, um alle erst kennenzulernen und dann auszusortieren, mit Vorurteilen und Schubladendenken geht es einfach schneller.

Man muss sich nicht die Mühe machen, jemanden kennenzulernen, obwohl man auf den ersten Blick, das erste Wort oder den ersten Gedanken schon weiß, dass man diese Person nicht in seiner Nähe haben will, weil man sie ganz einfach nicht ertragen kann.
Wozu es dann noch versuchen? Um den Eindruck bestätigt zu bekommen?! Sorry, aber das geht wirklich zu weit.

Es geht doch viel einfacher:
Keine lästigen, nervtötenden Gespräche, bei denen man vor Langeweile Hirnzellen sterben fühlt;
keine hirnlosen Wortfetzen, die mit schriller Stimme oder fiesem Dialekt das Trommelfell erschüttern;
kein nervenaufreibendes Betrachten eines Gesichts, bei dem man in leichte Panik verfällt, weil das Gegenüber an Freddy Krüger erinnert;
kein krampfhaftes An-sich-halten, weil man am liebsten die Faust mit der Hackfresse bekannt machen würde, es aber nicht darf;
keine Halsschmerzen und Magenkrämpfe vom Runterschlucken der bösen Kommentare, die die Speiseröhre angreifen und die Magenschleimhäute verätzen.

Kurz und gut:
Man ist ein glücklicherer Mensch. Es erleichtert das Leben und hilft, ein besserer Mensch zu sein - gegenüber denen, die es verdienen.

(2010)

Kann Langeweile einen töten???

Mein Leben fühlt sich OK an, aber OK war nie mein Ziel. OK war etwas, das sich später eingeschlichen hat. OK ist nicht gut und auch nicht schlecht, etwas völlig Undefiniertes.
Nichts,was einen niederschmettert, aber auch nichts, was einen schweben lässt, halt irgendwo dazwischen.

Nur: Mittlerweile hat OK mein ganzes Leben entführt. Die früheren Höhenflüge und tiefen Stürze sind nicht mehr, existieren nicht in OK-Welt, nur noch in der Erinnerung.

Manch einer mag das erstrebenswert oder zumindest normal finden. OK suggeriert Sicherheit, denn was kann einem schon passieren, wenn man mit beiden Beinen fest am Boden bleibt?

Nicht wirklich... Denn wofür ein Leben opfern, wenn man nichts dabei erlebt?! Highlights, Freudensprünge, Adrenalin, schwarze Löcher, Zauberberg... Für mich fühlt sich das an, als würde ich mein Leben wegwerfen.
Und überhaupt: Kann Langeweile einen töten?

Verständnis ist manchmal wie Toleranz. Überdosis ist gefährlich.

"Du musst Verständnis haben..."
Oh ja, genau darum geht es. Verständnis. Für alles & jeden. Aber nicht für dich.

Du kämpfst dich jeden Tag durch diesen Sumpf aus Nichtigkeiten & keiner zieht sich raus.
Wo bleibt das rettende Seil?
Verständnis.

(2010)

Vor der Schönheit seines Gesichts konnte sie doch nicht weglaufen

Schönheit fesselt, daher sind wir nicht in der Lage, den Blick abzuwenden von ihm.
Alle blicken ihm nach, nicht ahnend, dass sie nie eine Chance haben werden.
Er findet sich selbst nicht schön, weiß aber genau um seine arrogante Anziehungskraft, die Macht seines Blickes.

Ich habe Angst. Aber ich kann ihm doch nicht sagen, dass ich es nicht ertragen kann, in seiner Nähe zu sein, weil ich mich vor der Tiefe seiner Augen fürchte. Einfach lächerlich.

Ich weiß es, dass es manchmal nur noch ein Wort braucht, darum kann ich nicht versuchen, so zu tun, als würde mich sein Aussehen nicht faszinieren.
Wir sitzen also da und beobachten ihn, wie er mit der Arroganz, die wir nur an ihm kennen, unsere Bestellung aufgibt. Er bewegt sich wie jemand, der hier nicht hergehört, der auf dieser Welt nichts zu suchen hat. Sein eiskalter Blick verrät nichts, kein Lächeln verzerrt die hübschen Züge - er lächelt nie nur aus gequälter Höflichkeit, das hat er nicht nötig. Uns fesselt seine Ernsthaftigkeit, die seine Verbissenheit erahnen lässt.

Er wird niemals einer unter vielen sein.

(2010)

Ich könnte manchmal den ganzen Tag nur Fuck you schreien

Im Moment wäre es für mich eine enorme Erleichterung, am Tourette-Syndrom zu leiden. Dann müsste ich mich nicht so zwanghaft zusammenreißen & könnte aussprechen, was ich denke:

Arschloch-Wichser-Penner-Kommdochmalklar-Kackbratze-Vollidiot-weichevonmir.

Nothing's like it used to be.
Vor einer Stunde war es schlecht, jetzt ist es schlechter & ich würde nur zu gerne wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, mein Hirn anzuschalten, bevor es in einen Wahn verfällt. 
Ich bin kaputt, aber das Adrenalin hält mich en pointe.

Und irgendwann kommt vielleicht auch der Tag, an dem ich die Wut nicht mehr brauche.
Klar. Sicher.

(2010)

I'm not crazy - I'm just fond of you

So liegen wir da. Nach einem Höllentrip durch die Nacht. Irgendwann erkannt, verrannt, verbrannt. Im Moment zählt nichts. Nur der Blick aus dem Dachfenster, der den nahenden Morgen anzeigt.

Und nur, weil jeder es glaubt,
istes noch lange nicht wahr.
Und nur, weil jeder es vermutet,
wird es noch lange nicht real.

Es ist ein Morgen jenseits des Alltags, so als wären wir kurz ausgestiegen. Auszeit von der Realität, Urlaub vom Leben.
Wir sind wie Verbrecher auf der Flucht, auf der Flucht vor unserer grenzenlosen Panik vor der Normalität.
Wir sind geflüchtet, weil all diese Gestalten uns entsetzten. Dieses betrunkene Kokettieren ist doch krankhaft. Ekelerregend. Fürchterlich. Wären wir nicht geflohen, wäre es bestimmt zu Gewalttaten gekommen. Hass am Abzug.

Wir fliehen regelmäßig. Der letzte Ausweg. Wir müssen fliehen, um uns zu retten.

Er hat mir erklärt, dass dagegen auch Drogen machtlos sind - die dummen Gesichter erscheinen einem dann nur noch grausamer. Formvollendeter Wahn.

Während wir so daliegen, frage ich nach der Bedeutung.
Ich habe Angst, uns zu verlieren.

(2010)

No tears have fallen, I've just become blue...

Es war noch nie einfach, sondern immer schon schwer und für jemanden wie mich nahezu unmöglich. Weil ich mir nicht traue. Ich bin zu sprunghaft. In meinem Leben gibt es weniges, dessen ich mir sicher bin.

Wenn ich dir sage, dass du mir wichtig bist,
meine ich damit, dass ich dich brauche.
Wenn ich dir sage, dass ich dich verehre,
meine ich damit deine Ähnlichkeit zu mir.
Wenn ich dir sage, dass ich dich vermisse,
meine ich damit, dass dein Verständnis mir fehlt.

Du bist das Verständnis,
dass mich vertrauen lässt.
Mehr noch: Eine Konstante.

(2010)

Ich weinte um die Schönheit der Nacht

Es ist tiefste, dunkelste Nacht. Es ist die Zeit, die ich liebe, seitdem ich denken kann. Denken kann ich überhaupt nur nachts, denn tagsüber läuft alles automatisch.

Die Nacht ist die Wahrheit,
der Tag die Lüge.
Die Nacht ist die Leidenschaft,
der Tag die Ernüchterung.
Die Nacht ist das Feuer,
der Tag die Asche.
Die Nacht ist der Rausch,
der Tag der Kater danach.

Und die Nacht verdrängte den Tag.

Nur ist es mittlerweile so, dass die Nächte nicht mehr ausreichen, die Tage zu relativieren...

(2010)

Realität ist die abstrakte Illusion zerstörter Ideale

Irgendwann versteht man nichts mehr. Die Gedanken rasen in meinem Kopf und ich begreife sie nicht. Ich weiß nicht, wie es weiter geht.

Ich würde gerne auf NEUSTART drücken, alles Gewesene/Verwesende auslöschen - die Gedanken, Gefühle, die Worte, die Menschen, die Ängste, Hoffnungen und Träume. Meine Entscheidungen revidieren, Episoden zensieren, also kurz gesagt: Alles ändern. Zurück auf Anfang.
Dann hätte ich wenigstens eine geringe Chance, es richtig zu machen.

Und wenn das schon nicht geht:
Kann mir dann wenigstens jemand erklären, wie es dazu kam?
Ich würde zumindest gerne begreifen, warum ich diese und jene Entscheidungen traf, und ich möchte verstehen, wie ich an diesen Punkt kam. Und ich möchte wissen, warum es mir so vorkommt, als hätte ich etwas Wichtiges vergessen, oder verloren...

(2010)

Woke up to hate your life again

Du wachst auf und dir wird bewusst: "Ich lebe noch." Manchmal wünschtest du, du wärst nicht wieder aufgewacht. Wieder einmal fragst du dich, ob du einen weiteren Tag Tristesse ertragen kannst und wie lange das noch so weitergeht.

War es eigentlich immer so? Nein.
Es gab Zeiten, in denen du dachtest, du würdest immer glücklich sein. Lange her - vor dem ganzen Leben. Du fühlst dich alt.

Früher hat dich das alles nicht interessiert. Damals ließest du dich einfach nicht unterkriegen, nichts konnte dich besiegen, und überhaupt: Damals bekamst du alles, was du wolltest. Doch mittlerweile...
Es ist wie mit dem Wasser, das langsam, aber stetig den Stein höhlt. All die kleinen Enttäuschungen, Rückschläge, sind es -für sich genommen- nicht mal wert, sie hier zu erwähnen, aber zusammengenommen haben sie dich zu Boden gezwängt. 
Da liegst du nun.
Zu schwach, um zu kämpfen.
Zu stark, um aufzugeben.

(2010)

And I'm so very tired of doing the right things...

Routine tötet. Alltag killt. Massenmörder im Clownskostüm.
Du musst:
Morgens aufwachen. Aufstehen. Duschen. Anziehen. Fertig machen. Zur Arbeit gehen. Arbeiten.
Du bist:
Bemüht um Freundlichkeit, gestaltet sich schwierig, aber...
Du solltest:
Die Gesellschaft achten. Ihre Moralvorstellungen beachten. Und danach leben.

Routine ist der endlose Kampf. Ausbrechen wollen. Schmerzverzerrte Klarheit. Deine Gedanken wagen den Rückzug, nehmen sich Auszeit.
Einatmen. Ausatmen.
Und nie darüber nachdenken, wie einfach es sein könnte. Sich nie eingestehen, wie groß der Hass tatsächlich ist. Vorsichtig. Freundlich nicken und lächeln. Lügen. Oder Fresse halten. Abstand wahren. Tief durchatmen und die Wut verdrängen. Sie niemals zulassen.

Am Wochenende kannst du wieder kleine Freiheit spielen. Dann gehört dein Leben wieder dir. Einfach nur durchhalten. Du wirst es ohnehin nicht überleben.

(2010)

My boredom screams to the sky in an amazingly loud voice

Wenn man Zeit hat, nachzudenken, ist das nicht immer vorteilhaft. Viel zu oft fängt man an, zu hinterfragen: sich selbst; die Entscheidungen, die man traf; die Dinge, die man tat.

Vielleicht fängt man an zu bereuen.

Doch das ändert nichts. Nichts ändert sich. Alles bleibt bestehen. Und genau da liegt das Problem.

Irgendwann kommt man in eine Sackgasse, an einen toten Punkt.
Achtung: NICHTS GEHT MEHR!
Alles, was jetzt noch kommt, kann nur billige Kopie sein, weil man bereits so viel erlebt hat, und zu extrem, zu ausschweifend.
Du warst mit 18 schon über der Grenze, du bist einfach zu weit gegangen, du hast es übertrieben.
Und man verfällt in Lethargie, denn: Es passiert ja nichts - kann ja nicht mehr!

*"Die Kopie einer Kopie einer Kopie"

(2010)

*Fight Club

Bildlos. Reimlos.

Ich musste mich von deinem Bild trennen. Es konnte mir einfach nicht mehr erklären, warum ich an ihm festhielt.

Früher hat sich dein Gesicht auf "Traum" gereimt und deine Blick auf "Himmel"

Doch nach all der Zeit, in der ich versuchte, herauszufinden, ob sich dein Name nun auf "Herz" oder "Verstand" reimt, wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mir einen Reim auf "Du", "Du und ich" oder "Wir" zu machen...

(2010)

Happy new....FUCK IT!

Der Versuch, das letzte Jahr zu rekonstruieren, scheitert. Wie jedes Jahr.

Der Start in dieses Jahr.......hm.... hatte ich erwartet, dass es so irre startet oder hatte ich wider besseres Wissen noch Hoffnung?
Das Alles & alles weitere -Gedanken, Menschen, Träume, Hoffnungen- liegt im dichten Nebel der letzten Nacht, versinkt in den Tiefen des Alkohols & bleibt am besten dort.

(2010)

Wenn du die Stecknadel nicht findest, zünde den Heuhaufen an.

Wenn ich mir so Gedanken über dieses Jahr mache, so ein Resümee, dann bin ich erstaunt, dass es mir verhältnismäßig so gut geht. Nur wird mir immer bewusster, dass ich es falsch angegangen bin, aber: 

Menschen wie ich werden eben nicht erwachsen.
Wir lernen nicht aus unseren Fehlern, im Gegenteil:

Wir streuen Salz in die Wunden,
um zu sehen,
ob es noch weh tut.

Wir lassen los was wir brauchen,
um zu sehen,
wie groß die Freiheit ist.

Wir zerstören, was wir lieben,
um zu sehen,
wie tief die Gefühle gehen.

Wir ignorieren, was wir verehren,
um zu sehen,
wie weit man gehen kann.

Wir stellen unerreichbare Ansprüche,
um zu sehen,
wie perfekt es werden kann.

Die Träume, die Erwartungen sind einfach zu hoch, doch sie runterschrauben, hieße aufgeben...

(2009)

Der rote Faden. Hab ihn verloren.

Ich sehe die Sonne nicht mehr, weil ich es nicht will. Ich will nur noch die Nacht sehen, das Dunkle, das Wahrhafte.
Ich will nichts spüren, nichts, außer dem Schmerz.
Er lässt mich wissen, dass ich noch lebe. Bin mir nicht sicher, ob ich darüber glücklich oder traurig sein soll, bin aber jedenfalls erstaunt.

Das Leben interessiert sich nicht dafür, ob es jemanden durch sein bloßes Vorhandensein niederprügelt. Die Dinge, wie sie liegen, sind anders als sie scheinen. Sich verlieren als letzten Ausweg sehen.

"Stell dir mal vor, du hättest keine Verpflichtungen, niemand, dem du etwas schuldig bist - was würdest du tun?", hat er mich kurz nach dem Crash gefragt. Meine Antwort: "Ich würde mir den goldenen Schuss setzen" Und er: "Stell dir diese Frage immer und immer wieder. Und wenn du sie irgendwann anders beantwortest, dann hast du verlernt oder vergessen und solltest die Konsequenzen ziehen!"

(2009)

I just feel I'm really losing my mind

Am Ende stellt man sich, wie so oft im Leben, die durchaus berechtigte Frage: WANN???
Wann werde ich endlich die Erleichterung spüren, das befreiende Gefühl, noch mal davon gekommen zu sein? 

Denn man findet den Weg nicht mehr und man erträgt den Schmerz nicht. Es ist falsch, zu leiden; der Schmerz nimmt einem die Luft zum Atmen.
Und letztendlich wollte man es doch so.

Man lebt in einem Vakuum, zwischen zwei Leben; das alte soeben beendet, das neue noch nicht in Sicht. 
Also wartet man. 
Beim Warten hat man viel -zu viel- Zeit zum Nachdenken und natürlich haben die Gedanken nur ein Ziel und je länger es dauert, desto sicherer ist man, die falsche Entscheidung getroffen zu haben - oder eben die richtige, aber zur falschen Zeit.
Doch:
In dieser Zeit, der Vakuum-Zeit, ist nichts real, das alles ist nur Illusion hervorgerufen durch den (freiwilligen) Verzicht.

Und du leidest.
Deine Gedanken gaukeln dir vor, dass alles gut wird, wenn du nur zurückgehst, nur einen Schritt - sie kennen halt nur ein Ziel und haben keine Ahnung von der Angst, die dich in der Enge packt und in Einzelteile zerlegt. Sie kennen nicht die Panik, die dich befällt, wenn du deine Freiheit schwinden spürst. Für sie sind das Nichtigkeiten, die sie erfolgreich verdrängt haben.

Du hingegen weißt genau: DerSchmerz fällt dir leichter, als die Enge, und du weißt genau, dass deine Träume groß genug sind, die Zweifel zu beseitigen. Dennoch liegst du am Boden, zerschmettert und traurig. Warum?

Du glaubst, im Moment gibt es nur einen Menschen, der dir dies beantworten kann, mit seiner sanften Stimme und den traumblauen Augen, und bis gestern hätte er es mit Freuden getan. Doch schon heute hat er sich so weit von dir entfernt, dass er deinen Hilferuf nicht mehr hören kann.
Distanz ist Medizin für die einen und gleichzeitig Gift für die anderen.

(2009)

After dark.....

Der Mann mit der göttlichen Stimme hat gesagt, dass wir uns bestimmt wieder vertragen werden.
Aber um sich vertragen zu können, muss man sich gestritten haben, oder?!

I'm so so sorry!
Mehr kann ich dazu nicht sagen, nur: Es tut mir so leid, verdammt!

Ich habe keine Erklärung, ich kann nur den Versuch wagen:
Es ist unangenehm, eine ungeschriebene Rolle im Leben eines anderen zu spielen, die man nicht erfüllen kann oder will.
Ich kann es nicht.
Und ich will es nicht. 

(2009)

Der Mann in der Menge

Ich wünschte,
Du wärst der Mann in der Menge,
der, den ich unter hunderten, tausenden zu finden versuchte.

Ich wünschte,
Du wärst der Mann in der Menge,
der, dessen Blick mich alles vergessen lässt.

Ich wünschte,
Du wärst der Mann in der Menge,
der, der mit seinem Lachen alles gutzumachen scheint.

Ich wünschte,
Du wärst der Mann in der Menge,
der, der mich sicher sein lässt.

Ich wünschte,
Du wärst es,
doch Du kannst es nicht sein.

(2009)

He sings a love song as we go along

...und erschreckenderweise tut er genau das.
Er singt irgendeinen Love-Song, während wir durch die Straßen laufen. Ich blicke mein aktuelles Liebchen an und kann es nicht fassen. Ich kann nur denken, dass das nicht wahr sein darf. Träume ich? Bin ich auf Drogen? Spinne ich? Oder alles zusammen? Leider wohl nicht. Mein Kopf fühlt sich zu klar an.

The end is near - ich sehe es winken. 
Mit fröhlichem Gesicht und dreckigem Lachen steht es da und winkt mir zu.
Es ist wahr: In jeder zum Scheitern verurteilten Beziehung kommt einmal der Punkt, an dem man innehält und merkt, dass man den Anfang vom Ende miterlebt. Es ist genau so, wie Alfie sagte...

Das hier ist der Punkt, der Moment, der Anfang vom Ende.

(2009)

Seriöses Auftreten trotz total kaputten Innenlebens

Wir liegen nebeneinander im Bett. Wir gucken Filme. Die Klassiker. Den ganzen Tag. Wir reden von Patrick Bateman. Ich bin erstaunt, dass er meine Ansichten teilt - zumindest größtenteils, nur dessen Aussehen interessiert ihn nicht - klar, er steht ja auf Frauen.

Ich bin fasziniert von Patrick Bateman. Er ist die Extrem-Verkörperung aller interessanten Menschen. Er sieht so unglaublich gut aus, er trägt eine tolle Fassade, dabei hat er aber die brutalsten, perversesten Gedanken. 

Im Prinzip ist es doch immer so, wie Oscar Wilde sagte: "Alle anziehenden Leute sind immer im Kern verdorben."

All die Menschen, die wir heute schon auf dem Bildschirm gesehen haben, bestätigen dies.
Derek Vinyard ist am heißesten, wenn er auf der Straße auf die Knie fällt oder sein Tattoo zeigt - mit diesem irrsinnigen, selbstzufriedenen Grinsen.
Pete Dunham ist der Wahnsinn, obwohl oder gerade weil er fanatisch ist.
Crash ist innerlich total kaputt, und wahrscheinlich deshalb so anziehend.

Ich sehe ihn an und plötzlich wird mir klar, dass er genauso ist. Er ist irrsinnig hübsch, er kann nett sein, aber im Prinzip ist auch er fanatisch-böse. Und genau das wird der Grund sein, warum er mich versteht.

(2009)

Ich suche Sucht und finde dich

Ich habe noch immer Angst vor der großen Aussprache, deshalb flüchte ich. Als ich an der Theke stehe und mir die Frage stelle, ob Alkohol mir die Sache erleichtert oder erschwert, stellt er sich neben mich. Lächelt mich an, dieses bezaubernde, scheue Lächeln. Das ist wie einer dieser Augenblicke in den Filmen, dies Love-at-first-sight-Momente...Wenn ich es nicht besser wüsste. Und ich weiß es schließlich besser!
Ich überlege, welche Augen schöner sind - seine oder die des aktuellen Liebchens? Stop - never to think about! Denn ich vermute, die Antwort würde alles relativieren, weil ich dann ganz neue Sorgen hätte.

"Stell dir mal vor, du bist auf LSD und alles verschwimmt in bunten Lichtern und ich bin die einzige Person, die du klar siehst. Was würde das bedeuten?", fragt er.
Da sind sie wieder: Seine Fragen, die mein Gehirn nicht verträgt. Drogen sind für mich kein Thema, und das andere darf kein Thema sein. "Weißt du", sag ich und küss ihn zur Begrüßung auf die Wange, "das würde nur bedeuten, dass du die klarste Persönlichkeit im Raum bist und um das zu wissen brauch ich kein LSD!" Er lacht. Doch ich frage mich, wo das noch hinführen soll.

(2009)

Ich könnte es dir erklären, aber dein Gehirn würde explodieren

Very funny indeed. Die Dinge, die wir sehen, langweilen uns. Wir werden sie vergessen haben, noch bevor die Nacht endlich den Tag niedergekämpft hat. 

Irgendwo und irgendwann ist mal ein Überschuss an Bildern in unseren Köpfen entstanden und jetzt sind wir nicht mal mehr in der Lage, das Gesicht des anderen zu beschreiben, wenn er weg ist. Wir können uns nur an das gute Gefühl erinnern, das es in uns weckt.

Und sowieso: Eigentlich interessiert es uns nicht sonderlich. Es ist wichtiger, unseren eigenen Gedanken Bilder zu geben. Die Realität langweilt uns, also leben wir mit der Phantasie. 

Wir können zwar nicht sagen, wie diese Kirche aussieht, aber wir können in schillernden Einzelheiten beschreiben, wie sie in Flammen aufgeht und einstürzt.
"Versuch das mal jemandem zu erklären...", sagt er. Ja, denn das könnte man nicht. Es sind kranke, absurde Gedanken, aber doch eigentlich nicht weit entfernt von der Realität. Weil: Irgendwo wird bestimmt gerade jemand damit beschäftigt sein, eine Kirche in die Luft zu sprengen. Wir leben nämlich in so einer Welt.

Das Reizvolle ist nicht die tatsächliche Umsetzung, sondern die Vorstellung. An die Vorstellung reicht die Realität nämlich meistens nicht ran. 

Und so fliehen wir, weil wir zu zerbrochen sind zum Kämpfen. Und lassen dabei ein bisschen hinter uns, zwar nicht weit genug, aber immerhin.

Wäre es nicht wunderbar, morgen aufzuwachen und all den Irrsinnskram, den wir mal gelernt haben, vergessen zu haben? Den ganzen Seelenschrott, die ganzen Menschen, die ganzen bösen Erinnerungen - allet weg, allet jut?! 
Das Kopfgefickt-Gefühl würde verschwinden & Platz schaffen für wichtige Dinge.

(2009)

Auch Würggeräusche sind ernstzunehmende Kommentare. Immer.

Und alle nerven so. Was ist eigentlich los? Was wollen diese ganzen Penner von mir? Kreaturen, die ich nicht sonderlich mag, quatschen mich dicht, stellen mir Fragen, die ich nicht beantworten will - jedenfalls nicht denen. Sie zerren an meinen Nerven. Was geht diese Leute mein Leben an?!

Überall anders würde ich mein Gegenüber einfach stehenlassen, mich umdrehen und gehen. Hier ist das leider schlecht. 
Merken die eigentlich noch was? Arbeitskollegen können eine Plage sein, Vorgesetzte noch mehr und es gibt zu wenige Ausnahmen! Es gibt keinerlei Gleichgewicht zwischen guten Menschen, Idioten und nichtssagenden Menschen. Es gibt eine deutliche Unterzahl an Erstgenannten. Leider. Die sollen mich einfach in Ruhe lassen.

Es fällt mir so schwer, die Kommentare runterzuschlucken, die Grimassen zu verbergen und nicht einfach zuzuschlagen. Ich verachte diese hinterhältigen, verlogenen Schweine. Ehrlich.
Und die nerven so derbe. Wenn's zuviel wird, flieh ich in deine Stimme.

(2009)

Das Einzige, was mir noch hilft, wenn nichts mehr geht...ist Musik

Manchmal ist es das Größte, morgens um halb vier durch die Straßen zu laufen. Musik auf den Ohren und Red Bull in der Hand. Allein. Kopfhörer auf, Musik an, Welt aus.

"Thinkin that only the dead are forever young"
So ist es auch mit gestorbenen Lieben, denke ich.
Und ich werde bei diesem Song immer zwei Dinge vor Augen haben: Pete Dunham, wie er am Boden liegt und totgetreten wird; und meine Beerdigung. Es gibt viele Songs, die ich auf meiner Beerdigung hören will, nur: Ich werde sie dann nicht mehr hören können, und die Leute, die sie dann noch hören können, werden die Bedeutung nicht verstehen. Welche Verschwendung!

"The shorter story, no love, no glory, no hero in her sky. I can't take my mind off of you"
Nur ich, die leere Straße, die Musik, das Red Bull, die gefühlte fünfzigste Zigarette und die Erinnerung an das eine Ende. Nervenzusammenbruch. Tränen. Krise. Und nach 3 Tagen Neben-mir-stehen, nicht-ich-selbst-sein: Nichts mehr. Nothing. Irgendwie abartig, wie schnell meine Gefühle verfliegen.

"I just hide behind the tears of a clown"
Genau, denke ich. Einfach weitergehen. Den Kopf frei kriegen. Hut tiefer ins Gesicht ziehen, damit niemand die Tränen sieht. Ich hasse es, zu heulen, noch mehr hasse ich nur die Menschen, die versuchen, zu trösten. Ich war nie ein Kind, das schrie und brüllte, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich will einfach nur mit der Trauer allein sein.

"I just want to be there when we're caught in the rain"
Das macht es schlimmer, doch die Stimme macht es erträglich. Die Stimme ist der Wahnsinn. Wenn er von Liebe singt, denkt man unweigerlich an Sex. Das macht den Song glaubwürdig.

Musik ist etwas, das mich mit den wichtigen Personen verbunden hat & es noch heute irgendwie tut.
Alle wesentlichen Menschen hatten Musik in meiner Story. Ich bin wohl überhaupt nicht in der Lage, das ganze ohne Musik zu empfinden, zu erleben, zu überleben. 
Es gab unzählige Songs, die ich mit besonderen Menschen gemeinsam gehört, gefeiert, geliebt habe.
Haben wir die Bedeutungen gleich erfasst? Warum hab ich nie etwas begriffen? Haben wir uns durch die Musik definiert?
Hätte es bei irgendwem etwas geändert, wenn wir Klartext gesprochen hätten, statt uns Songs um die Ohren zu hauen? 

Einige der Geschichten können mit Musik geschrieben werden.

"This music will never be the same without you."

(2009)

Über meine Gefühle reden?! Äääähm...ich bin dann mal weg!

Irgendwann kommt zwischen zwei Menschen der Punkt, an dem man über seine Gefühle zum anderen sprechen muss. Diesen Punkt möchte ich einfach überspringen, wenigstens dieses eine Mal, denn ich möchte ihn nicht anlügen und die Wahrheit wird ihm vielleicht weh tun.

Er ist mir ähnlicher, als die Idioten, die mich sonst umgeben. Und ich mag ihn. Wirklich. 
Sonst bedeutet es mir nichts & es interessiert mich auch nicht. Damn it, was kann ich dafür, dass meine Gefühle nicht tief gehen! Ok. Wirklich.

Vielleicht hab ich auch Glück und er versucht wie ich diesen Punkt einfach zu umgehen.
Wenn dem aber nicht so ist, werde ich mir wünschen, ich wäre ein besserer Mensch. 
Denn ich will ihm nicht erklären müssen, wie viel er mir bedeutet, obwohl ich gleichzeitig weiß, dass es niemals genug sein wird. 
Ich will ihm nicht erzählen müssen, dass die Worte "Ich liebe dich" für mich nur ein Stereotyp sind, dass ich dabei nicht das empfinde, was der Standard zu empfinden scheint.
Ich will ihm nicht sagen sagen müssen, was ihn verletzen wird, nämlich, dass ich Liebe zwar manchmal nachempfinden kann, dass es aber nie auf Dauer ist und dass es nie mit ihm zu tun hat.

Ich will dieses Gespräch nicht führen. Nicht mit ihm. Punkt.

(2009)

He's never enought, but still: He's more than I can take

Heute sitzen wir wieder da und reden über Belangloses. Es ist noch immer unfassbar für mich, dass ich schon so lange von seiner Existenz weiß und trotzdem ohne ihn gelebt hab.

Wo war er, als ich meinen ersten Kuss bekam? Wo war er, als ich mich das erste Mal ernsthaft verliebte bzw. es glaubte? Wo war er bei der ersten Katastrophe, beim Treppensturz, bei der Stäbchen-Episode, in der Hey-Baby-Ära, usw... Wo war er?
Wahrscheinlich unweit von mir. Er hat sein Leben gar nicht so entfernt von mir geführt. Bestimmt waren wir oft auf den gleichen Parties, nur eben nicht gemeinsam.

Und nun kennt er meine, und ich seine Geschichte. Jetzt können wir in der Gegenwart weitermachen. Dabei zerstört er Illusionen: "Der Typ mag dir ähnlich sein, aber er ist ganz einfach nicht wie du. Er wird es sicher ernst meinen und sich vielleicht verlieben in dich. Denk mal an die Typen vor ihm, mit Blumen vor der Tür oder Songs vorm Fenster... Aber es bleibt ja noch die Hoffnung, dass ich mich täusche"
Na dann... Wohlauf!

(2009)

Ich komm nich klar. Kommste mit?

Wieder ein Tag, an dem alles ganz so scheint, als müsste ich mich dem tristen Alltag doch ergeben... Aber ich kann das nicht. Dazu wurde ich nicht gemacht. Aber es gibt nicht viel mehr, was da noch wäre. Und es gibt etwas, das mir mehr Angst macht.

Noch langweile ich mich nicht, nur der Gedanke an 3-Wochen-weiter, der langweilt mich.
Dann ist das alles nicht mehr neu.

Und irgendwann, gefühlte 3 Jahre später, finde ich mich hier wieder.
"Hast du dir mal überlegt", so beginnt er viele Gespräche, "wie es wäre, plötzlich irgendwo anders aufzuwachen, als da, wo du eingeschlafen bist?" Er bringt mich dazu, über Dinge nachzudenken, die ich eigentlich nicht in meinem Gehirn haben will, also sage ich scherzhaft: "Solange ein starker Mann neben mir liegt, der mich retten kann, ist es egal..." Aber er kennt mich eben doch ganz gut: "Als ob! So viel Vertrauen hast du in niemanden!" Und er hat ja Recht, verdammt. Aber die meisten Frauen würden sich sicher fühlen, wenn ein starker Mann neben ihnen liegen würde, oder nicht?! Nur eben ich nicht. Ich liebe Männer, aber ich brauche keinen, um mich zu beschützen. Das mach ich schon ganz allein, bin ja schon groß. "Du hast früh begriffen, dass niemand dich halten kann und dass niemand in der Lage ist, dich zu retten. So wie ich." 
Ja verdammt, so ist es. Niemand könnte mich halten. Nicht mal das aktuelle Liebchen mit den traumblauen Augen und diesem Kreuz aus Eisen. Das zu hoffen wäre Selbstbetrug. Ich weiß das. Er weiß das. Nur das aktuelle Liebchen, der weiß das nicht. Ich muss es ihm mal erklären - bei Gelegenheit.

(2009)

Die entartet sind, finden keine Zuflucht

Wenn alle Menschen so denken und empfinden würden wie ich, ich glaube, dann wäre die Welt schon verbrannt - ein schöner, riesengroßer Feuerball im Universum. Forever gone.
Ein absurder Gedanke? Vielleicht.

Und er sitzt da neben mir und denkt ähnlich wie ich. Was ein Mörderduo, wie Bonnie und Clyde, von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Nur: Wir sind nicht Bonnie und Clyde und wir wissen das.
"Stell dir mal vor, wir wären ein Paar...", sagt er, und ich: "Ja... und alle so auf: 'Was ein perfektes Paar - die sind sich so ähnlich' und keiner würde merken, dass gerade das nicht gut ist..." Er meint: "Ja, denn vermutlich würden wir durchdrehen. Wir würden ein Geheimnis leben, das keiner versteht."

Faszinierende, kranke Gedanken im Sonnenschein.
Er war immer ein Träum, nie hätte ich gedacht, dass wir uns mal so ähnlich sein würden. Wir sprechen die gleiche Sprache... Wie konnte das denn bitte passieren?!
Wenn er redet, klingt er ernst und seine Augen -blaue Augen- strahlen boshaft. Ich glaube, ich hab mein Leben verpasst.
Ich hätte nie gedacht, dass wir uns mal so ähnlich sein würden. Und so nah.

(2009)

I la-la-la-la-like you

"Ich mag dich. <3"
- "Ich mag dich auch."

War es so einfach? Nichts ist jemals so einfach. Ich kann dem Frieden nicht trauen. Noch nicht. 

Wobei...unsere Ähnlichkeit ist signifikant und ein "Ich mag dich" drückt daher vermutlich das tiefste aus, was wozu wir uns imstande sehen. Mehr geht nicht.
Es war das Einzige, was er sagen konnte. Alles andere wäre nicht wahr gewesen.
Es war das Einzige, was ich entgegnen konnte. Alles andere wäre gelogen gewesen.

Und doch sagt es gerade so viel aus:
Weil wir einander nichts versprochen haben, sind wir noch immer dieselben. 
Außerdem klingt es nach Anfang, nicht nach Ende.

(2009)

Was wirklich zählt, ist Intuition

Der Mann mit der göttlichen Stimme ist der Meinung, ich solle schreiben. Die Dämonen auf Papier bannen & damit vielleicht töten.
Und vermutlich hat er recht, weil er meistens recht hat. 

Ich werde es also versuchen und daran zerbrechen.
Ich werde mit hirnlosem Hass, grenzenloser Verachtung & nicht endender Verwirrung meine Gefühle sezieren, um vielleicht einen Hauch von Verstehen zu erhaschen.

Hopefully. However.

(2009)

Detailverliebtheiten im Sekundentakt

In der Phase des Kennelernens. Man ist noch aufrichtig interessiert am Leben des Anderen. Man verliebt sich noch hundertmal am Tag in Kleinigkeiten: die Art, wie der Andere lacht, wie er "Heee" sagt, seine Offenheit, seinen Irrsinn, die Tatsache, dass er das alles nicht nötig hat.

Ich bin noch immer fasziniert von seinem Aussehen und vollkommen geschockt von seinen Augen. Es ist diese Oberflächlichkeit, die mich immer wieder zu ihm hinzieht. Wäre ich weniger oberflächlich, weniger fanatisch, würde alles anders laufen.

Ich verliebe mich nicht ernsthaft, ich verliebe mich in Details. Details in Summe könnten die Lösung sein. Er muss nur genügend positive Details in sich vereinen, um mich vielleicht an sich zu binden. Doch bisher haben alle versagt.

Denn es gibt ja auch die Kleinigkeiten, bei denen man sofort weiß, dass sie zum Verhängnis, zum Ende, werden können, weil man sie nicht ertragen kann.

Bislang überwiegen die Deteilverliebtheiten & er ist ja auch so furchtbar hübsch. Aber sowas hält nie lange vor. aber sowas hält nie lange vor. Wir bringen uns zum Scheitern, nicht zum Überdauern. Ehrlich. Ich weiß es.

(2009)